Das innere Auge
Über die Kunst des Visualisierens



Definition

Sehen wir uns zunächst die Definition an. Unser Oberbegriff lautet: Visualisierung.

Darunter verstehen wir, dass wir uns in unserer inneren Vorstellung selbst dabei sehen und uns so fühlen, als würden wir das Gewünschte bereits erleben oder haben.

Die Visualisierung ist das bewusste, positive und schöpferische Hineinträumen des Gewünschten in seinen physischen Ausdruck. Bei der Visualisierung bedienen wir uns bewusst und willentlich der Vorstellungskraft, um das zu sein, was wir sein wollen und das zu tun, was wir tun wollen und auch, um das zu haben, was wir haben wollen.

Das innere Auge

Mit dem „inneren Auge“ meinen wir also die esoterische innere Sehfähigkeit Gottes im Menschen, die Verwandlung von Vorstellungsbildern in ihr physisches Ebenbild. Das innere Auge ist Gott in Aktion über die Vorstellungskraft des Menschen. Gott erschafft durch die Vorstellung des Menschen. Wir sehen dies bei der Bibelstelle in Römer 4,17:
„So wie es geschrieben steht, habe ich dich zum Vater vieler Völker bestimmt. Er ist unser aller Vater vor Gott, dem er geglaubt hat, dem Gott, der die Toten lebendig macht und das Nichtseiende ins Dasein ruft.“

Was bewirkt die Vorstellungskraft?

Achten Sie vor allem auf die letzten Worte: „Der Gott, der das Nichtseiende ins Dasein ruft“. Hier haben wir die Erklärung dafür, was die Vorstellungskraft bewirkt. Wenn Sie sich absichtsvoll etwas innerlich ausmalen, rufen sie das physisch Nichtseiende ins Dasein. Das ist ein schöpferischer Vorgang.

Sie erinnern sich vielleicht an die früher erwähnte Begebenheit, dass eine Dame eine Bestellung für einen Wagen der Oberklasse erteilt hatte. Sie nannte dem Verkäufer die gewünschte Farbkombination, die Farbe der Polsterung und diverse andere Details. Der Mann antwortete: „Das gibt es nicht in der Standardversion“. Woraufhin sie sagte: „Aber in meiner Vorstellung gibt es das!“

Sie rief das Nichtseiende ins Dasein.

Das ist ein sehr wichtiger Punkt über den Modus Operandi der Visualisierung.

Ich habe mir die Aufnahme des letzten Vortrags nochmals angesehen und stieß dabei auf die Schilderung von Mrs. Jackson, wie sie sie ihre Reise nach Los Angeles visualisierte. Sie sah sich bereits am Zielort, das heißt, sie rief das Nichtseiende ins Dasein. Nach einigen Tagen erhielt sie von jemanden, bei dem sie vor Jahren einmal gearbeitet hatte, einen Brief aus Los Angeles mit einer Zahlungsanweisung über 1500 Dollar.

Was Sie innerlich sehen, das erhalten Sie!

Jeder muss für sich selbst üben

Die Visualisierung ist eine der erstaunlichsten Techniken, die Sie anwenden können, um das Gewünschte zu sein, zu tun oder zu haben. Ich kann Ihnen nur empfehlen, dass Sie die Visualisierung so lange üben, bis Sie sie beherrschen. Sie werden lernen, Dinge bewusst zu manifestieren. Sie können diese Fähigkeit üben und entwickeln.

Auf das Üben kommt es an. Andere können Ihnen zwar sagen, dass Sie es tun sollten, aber Ihr eigennes Tun kann Ihnen niemand abnehmen. Kein anderer kann es an Ihrer Statt tun!

Ich darf Ihnen an dieser Stelle auch einen der besten Autoren zu diesem Thema empfehlen: Neville.

Nicht den geringsten Kraftaufwand!

Beachten Sie auch folgenden wichtigen Punkt: Sie dürfen keinerlei Anstrengung oder Erzwingenwollen einbringen! Die Visualisierung muss mit müheloser Lockerheit durchgeführt werden!

Sie sollte immer angenehm ablaufen.

Sie dürfen nicht den geringsten Zwang aufwenden!

Sie senden Ihren Botschafter aus, der Sie über eine Brücke von Ereignissen ans Ziel bringt und manchmal geschieht dies auf seltsame Weise, so wie bei der vorgenannten Dame, der ein ehemaliger Arbeitgeber Geld sandte.

Wir ziehen ständig etwas an

Ihre Schwingung wirkt ohnedies bereits ständig anziehend. Alles, was für die Verwirklichung Ihres Vorstellungsbildes notwendig ist, wird zu Ihnen hingezogen werden.

Das geschieht auf eine Art und Weise, die Sie bewusst nicht vorhersehen können und auch nicht vorherzusehen brauchen.

Dies entbindet Sie von der Verantwortung, diese Dinge herbeizubringen. Jeder gute Wunsch hat seine eigene eingebaute Verwirklichungsmechanik, seinen eigenen Modus Operandi für die Verwirklichung.

Was sollten Sie tun?

Was also sollten Sie tun, wenn Sie sich etwas wünschen?

Sehen Sie es innerlich bereits als verwirklicht!


Fühlen Sie es mit Leib und Seele.

Sie werden es erleben; Sie müssen es aber innerlich sehen und fühlen!

Das Sehen hilft Ihnen, auch alle anderen Sinne einzubringen und es vor allem zu erfühlen.


Auszugsweise Übersetzung eines Vortrags von Reverend Ike.
(1935-2009)