Der Hauptgrund
für Beziehungsprobleme




Ein gut geschulter Trainer kann innerhalb kürzester Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit vorhersagen, ob eine Beziehung Bestand haben wird oder nicht.

Zweifeln Sie diese Aussage an?

Vorreiter war in diesem Zusammenhang der amerikanische Psychologe John Gottman. Der Autor Malcom Gladwell hat sich in seinem Buch Blink! Die Macht des Moments speziell mit John Gottmans Arbeiten auseinandergesetzt und beschreibt darin, welche Verhaltensweisen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass eine Ehe oder Beziehung zerbricht.

Was hat Gottmann getan?

An der Universität Washington unterhält er ein so genanntes „Liebeslabor“. Seit etwa 1980 hat er dort über dreitausend Paare auf Video aufgenommen.

Diese Aufnahmen werden dann anhand eines komplexen Codiersystems ausgewertet, welches die bei den zwischen den Partnern stattgefundenen Gesprächen vorhandenen Gefühle analysiert.
Dazu kommen Informationen, die über Elektroden und Sensoren gewonnen werden.

Wenn Gottmann ein Paar eine Stunde lang analysiert, kann er immerhin mit einer 95%igen Genauigkeit vorhersagen, ob dieses Paar fünfzehn Jahre später noch zusammen sein wird!

Falls der Beobachtungszeitraum nur 15 Minuten umfasst, beträgt die Vorhersagegenauigkeit immer noch 90 Prozent!

Aber es kommt noch dicker: Selbst wenn ein Paar nur drei Minuten lang beim Gespräch beobachtet wird, sind immer noch beeindruckend genaue Vorhersagen darüber möglich, ob dieses Paar zusammen bleibt oder nicht!

Wie lässt sich vorhersagen, ob sich ein Paar trennen wird?

Gottman bedient sich bei seiner Arbeit den so genannten „vier apokalyptischen Reitern“: Das sind ...

Verteidigungshaltung,
Abblocken,
Kritik
und
Verachtung.

Die Verachtung ist nach Auffassung Gottmans die schlimmste dieser vier negativen Verhaltensweisen.

Falls er diesen Verhaltenszug an einem Paar bemerkt, ist das für ihn das wichtigste Indiz dafür, dass die betreffende Beziehung ernsthaft krank ist.

Gottman scheint seine Beobachtungsgabe mittlerweile so stark geschärft zu haben, dass er bereits bei einem fremden Paar am Nebentisch im Restaurant erkennen kann, ob sich diese demnächst Gedanken über Sorgerechtsfragen oder Scheidungsanwälte machen sollten.

Warum ist die Verachtung so schädlich für eine Liebesbeziehung?
Wieso kann dieses Gefühl so viel Schaden anrichten?

Die Verachtung unterscheidet sich von der Kritik insofern, als hier einer auf den anderen herabblickt und sich dem anderen überlegen fühlt.

Wenn Sie Ihren Partner verachten, empfinden Sie Geringschätzung für ihn. Sie empfinden Ablehnung, vielleicht sogar Widerwillen. Der andere verdient dann in Ihren Augen keinen Respekt mehr.

Gottman fand sogar heraus, dass das Vorhandensein von Verachtung in einer Beziehung sogar vorhersagen konnte, wie viele Erkältungen ein Partner bekommen wird, weil es dermaßen anstrengend ist, einen anderen zu verachten, dass sich diese Verhaltensweise sogar auf das Immunsystem auswirkt! Dabei scheint die Geschlechtszugehörigkeit keine Rolle zu spielen.

Wie würden Sie angesichts dieser Forschungsergebnisse Ihre Gespäche mit Ihrem Herzblatt einstufen?
Ertappen Sie sich öfter mal dabei, dass Sie ihm/ihr „Dummheit“ vorwerfen?

Oder die Augen verdrehen?
Oder mitleidig dreinblicken?
Oder von oben herab Lektionen erteilen?

Worte sind nur ein Teil der Kommunikation.
Was nicht ausgesprochen wird, spricht mindestens eine ebenso deutliche Sprache.

Rettungsanker


Eines der Forschungsergebnisse Gottmans ist, dass das Verhältnis zwischen positiven und negativen Gefühlsäußerungen mindestens fünf zu eins sein muss! Nur dann kann die Beziehung überleben.
Gottman stellte fest, dass bei vierundneunzig Prozent der Paare die Beziehung weiter verschlechtert, sobald die Abwärtsspirale einmal eingeleitet ist.

Was können Sie jetzt tun, falls Sie sich oder Ihren Partner in diesem Artikel wiederentdeckt haben sollten?

Falls sich die Einsicht auf sich selbst bezieht, ist die Selbsterkenntnis ein guter Ausgangspunkt. Sie können nur etwas verändern, wenn Sie darüber auch Bescheid wissen! Der erste positive Schritt auf eine Änderung hin besteht also darin, sich das eigene Verhalten ungeschminkt anzusehen, um seine schädlichen Auswirkungen zu erkennen.

Als nächstes sollten Sie Ihren Partner auf diesen Beitrag hinweisen, notfalls über den Button ganz unten. Auf jeden Fall können Sie so nicht weitermachen.

Falls die Verachtung von Seiten Ihres Partners oder Ihrer Partnerin kommt, empfiehlt es sich, ihm/ihr einen handgeschriebenen Brief zukommen zu lassen. Bringen Sie darin zum Ausdruck, wie wichtig Ihnen Ihre Beziehung ist und sagen Sie auch, dass Ihnen an einer möglichst guten Beziehung gelegen ist. Bitten Sie Ihr Herzblatt, diesen Artikel zu lesen, weil Sie die liebevollen Gefühle für ihn/sie nicht aufs Spiel setzen wollen.

Erklären Sie sich auch dazu bereit, Ihren Anteil zu leisten und an sich zu arbeiten. Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihren Part und zeigen Sie Bereitschaft, sich Ihr eigenes Verhalten objektiv anzusehen.

Konzentrieren Sie sich auf positive Veränderungen in Ihrer Beziehung, die für Sie beide wieder mehr Lebensfreude und Erfüllung bringen werden.

Vorwürfe und Angriffe haben in Ihrer Beziehung nichts verloren!

Falls die Verachtung in Ihrer Beziehung vorhanden ist, ist Eile angesagt.

Schleppen Sie nichts hinaus. Sobald es einmal abwärts geht, ist dieser Trend nur schwer wieder aufzuhalten. Vergeuden Sie keine Zeit!

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