Die Offenbarung eines EingeweihtenEine klassische Erzählung vom Geheimnis des Erfolgs
Kapitel 3
Am nächsten Morgen stand ich früh auf, voller Vorfreude auf das, was der neue Tag bringen würde, und machte mich sogleich auf, um einen Platz auf dem Dampfer zu reservieren - nur um feststellen zu müssen, dass die Passagierliste bereits voll war. Als ich mich, enttäuscht über dieses Missgeschick, schon abwenden wollte, rief mich der Angestellte nochmals zurück und teilte mir mit, dass soeben eine Stornierung eingetroffen sei. Diesen Platz könne ich haben.
Sofort kam mir wieder in den Sinn, dass die ‚Magie' meines Freundes damit zu tun haben müsse. Und damit hatte ich mich nicht getäuscht, den später gab er zu, dass er ‚einen Platz für mich geschaffen' hätte. Tom, natürlich verstehst du jetzt nicht, was das soll. Mir ging es damals auch nicht anders, aber jetzt bin doch wesentlich schlauer. Eigentlich ist es ganz einfach, gerade wegen dieser Einfachheit übersehen wir es so häufig.
Kurz darauf traf mein Freund ein, mit einem Assistenten und, wie üblich, umgeben von Begleitern, die ihm zu Diensten sein wollten. Während der gesamten Überfahrt hing ich wie ein Klette an ihm - er schien es aber zu genießen.
Am ersten Abend bereits besuchte ich ihn in seiner luxuriös ausgestatteten Kabine. Das Beste scheint ihm gerade gut genug zu sein. Während er mir die wunderbaren Kräfte erklärte, die der Mensch in seiner Unwissenheit nicht aus seinem Schlummer erweckt, gab er mir mehrere Demonstrationen dieser von ihm entwickelten Fähigkeiten. Er brachte wirklich Erstaunliches zuwege. Er fragte mich: «Warum können Sie das nicht? Warum kann das nicht jeder? Ich habe keinerlei Kräfte, die Sie nicht auch haben. Ich werde es Ihnen sagen: Aufgrund meines Wissens um das universelle Gesetz habe ich höhere Kräfte in mir entwickelt, während Sie in Ihrer Unwissenheit Ihre Kräfte verschleudert und zerstreut haben. Alle Menschen haben auf dieselben Kräfte Zugriff, weil es im Universum nur eine einige Macht gibt. Dies ist offensichtlich, wie Sie noch sehen werden».
Er fuhr fort: «die Mehrheit der Menschen nutzt diese Kraft auf zerstörerische Weise - zumindest teilweise. Deshalb schlägt das Pendel gegen sie aus. Ab und zu finden wir einen Menschen, der es zu Größe und Erfolg gebracht hat. Ein solcher Mensch wird dann als Genie bezeichnet - oder als Glückspilz. Aber in Wirklichkeit hat er sich, bewusst oder unbewusst, das Gesetz soweit zunutze gemacht, dass es ausreichend ist, damit sich die Dinge zu seinen Gunsten entwickeln. Für den, der über die notwendige Einsicht verfügt, eigentlich ein leicht nachzuvollziehender Vorgang.
Vor der Entdeckung des Gesetzes, das den elektrischen Strom regiert, lag diese enorme Kraft unerweckt in der Stille des Universums, zumindest was das entsprechende Wissen der Menschheit angeht. Der Mensch musste dieses Gesetz erst entdecken, bevor er es für sich nutzen konnte. Dasselbe gilt für das universelle Gesetz.
Der Mensch hat ein Anrecht auf Glück. Es ist das höchste Gut seines Strebens. Die Seele des Menschen schreit förmlich nach Glückseligkeit, er aber interpretiert es fälschlicherweise als das Streben nach Geld. Warum? Weil Geld ein Mittel zum Zweck ist. Der Urtrieb treibt uns zum Höchsten, zur Glückseligkeit. Glückseligkeit ohne Geld kann es in der Welt nicht geben. Der Erwerb von Geld ist also durchaus löblich und rechtens.
Warum sollte ausgerechnet der Mensch, die Krone der Schöpfung, unter Mangel, Elend und Unglück leiden sollen, wenn niedrigere Geschöpfe wie die Tiere auf der Erde, die Vögel in der Luft und die Fische im Meer im Überfluss leben?
Jemand entdeckt das Gesetz, das die Nutzung ätherischer Wellen möglich macht und in der Folge erhalten wir das Radio. Millionen von Menschen kommen heute in den Genuss des Rundfunks. Sie stellen das ein, was sie wollen - und dann erhalten sie es. Darin verbirgt sich eine großartige Lektion für uns alle! Sobald Sie lernen, sich auf eine unermesslich größere Macht als die Elektrizität oder ihr Träger, die Rundfunkwellen, einzustellen, können Sie praktisch alles haben. Und zwar mit einer Macht, über die Sie von Anfang an verfügten!
Der Kapitän dieses Dampfschiffes könnte ebenso gut der Besitzer des Schiffes sein. Das eine ist nicht schwieriger als das andere. Er hat sich mit Erfolg auf das Kapitänsamt eingestellt. Das Schiff zu besitzen, ist etwas weiter weg und diese Entfernung wollte er nicht zurücklegen. Mehr ist nicht dran! Es handelt sich lediglich um zwei unterschiedliche Positionen. Sie werden das später noch deutlicher sehen.»
Nacht für Nacht habe ich mir in meiner Kajüte die tagsüber gemachten Notizen nochmals vorgenommen und mir Fragen für den nächsten Tag überlegt. Er sagte mir dass ich sehr «aufnahmefähig» sei und dass ich über große Wissbegierde, Lernbereitschaft und eine offene Geisteshaltung verfüge; mich zu unterweisen, sei ihm eine Freude. Darüber war ich natürlich sehr froh und bestätigte ihm, dass mir für dieses Wissen kein Preis zu hoch sei.
Auf meine Frage, wann und wie er das Geheimnis denn entdeckt habe, antwortete er: «Dieses Wissen war bereits in unserer Familie, solange wir zurück denken können. Ich wende es deshalb an, weil ich weiß, dass es der einfachste und sicherste Weg ist, um einen Zweck zu erreichen, während Sie die andere Seite der Medaille kennen gelernt haben: den schwierigen und unsicheren Weg».
Er schien nie für sich in Anspruch nehmen zu wollen, dass ihm der Verdienst an etwas zustünde. |
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