Das Geheimnis des Erfolgs
Von William Walker Atkinson





Nachwort

Nach der Lektüre der vorangehenden und nunmehr gedruckten Seiten fällt uns auf, dass wir Ihnen zwar einleitend gesagt haben, dass wir weder ein Regelwerk aufstellen noch unfehlbare Erfolgsleitlinien vorlegen wollten, dennoch könnte dies durchaus so gesehen werden, da wir ja zu beachtende wie auch zu vermeidene Vorgehensweisen beschrieben haben.

Wir sind jedoch der Auffasung, dass die Ihnen vorliegenden Ratschläge gut sind und dass die zitierten Beispiele in Ihnen den Erfolgsgeist wecken dürften. In diesem Sinne senden wir diese Seiten jenen, die sie anziehen werden oder die nach dem Gesetz der Anziehung daraus einen Nutzen zu ziehen vermögen.

Wir sind jedoch ebenfalls der Meinung, dass wir unsere Aufgabe unzureichend erledigt hätten, wenn wir den Leser nicht auch daran erinneren wollten, dass Erfolg nicht durch die blinde Nachfolge der Regeln anderer erlangt wird, auch nicht der unserigen.

Zum Erfolg gibt es keinen Königsweg, es gibt kein Patentrezept, dessen Beachtung dem Erfolglosen eine magische Verwandlung zum Industriekapitän oder Magnaten in der Wall Street bescheren würde. Es gibt nichts Amüsanteres oder Bedauerswerteres, je nachdem, wie man es sehen will, als die Menge an Erfolgsvorträgen, die der Öffentlichkeut durch selbsternannte Lehrer und Prediger präsentiert werden. Niemand kann auf wenigen Seiten dem Erfolgssuchenden eine unfehlbare Methode aufzeigen, wonach dieser den Erfolg erlangen kann, nach dem er sich sehnt. Es ist eine kalte und bittere Wahrheit, dass im Bereich des Erfolgs jeder Einzelne seinen eigenen Weg finden muss. Vorgaben und Ratschläge können durchaus eine große Hilfe darstellen, die wirkliche Arbeit aber muss der Einzelne selbst verrichten. Er muss sich sein Schicksal selbst gestalten und keine Macht über oder unter ihm nimmt ihm diese Aufgabe ab.

Das alte Sprichwort „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“, ist nicht nur in einem Sinne gültig.
Es gilt auch insofern, als die höhere Hilfe ihre Mitwirkung zu verwehren scheint, wenn jemand nicht willens ist, aus sich selbst das Beste zu machen.

Es gilt aber auch in einem anderen Sinne. Diese Hilfe wird dem zuteil, der sich mit Leib und Seele in die vor ihm liegende Arbeit stürzt, der sich seiner Aufgabe widmet, der sein Tagwerk nach bestem Wissen und Gewissen vollbringt und der zuversichtlich erwartet, dass hinter der Wegbiegung bessere Dinge auf ihn warten. Der kluge Mensch tut mutig einen Schritt nach dem anderen und tritt fest auf, auch wenn er nicht den ganzen Weg sehen kann. Einem solchen Menchen erleuchtet sich jeder einzelne vor ihm liegende Schritt und er erreicht sein Ziel, wohingegen der Zauderer, der sich sogar vor dem offensichtlichen Schritt scheut, weil er den ganzen Weg noch nicht erkennen kann, immer noch darauf wartet, dass sich etwas tun möge. Abwarten ist eine schlechte Politik. Um mit Garfield zu sprechen: „Warten Sie nicht darauf, dass sich etwas zeige. Zeigen Sie, aus welchem Holz Sie sind“.

Tun Sie den nächsten Schritt kühn und voller Hoffnung. Darauf zeigt sich der übernächste. Jetzt sollten Sie das tun, was unmittelbar ansteht. Erledigen Sie es so gut wie möglich und seien Sie gewiss, dass Sie sich damit auf etwas Besseres zubewegen und Sie damit der Erfüllung Ihresm Herzenswunsches näher kommen.

Während Sie tätig sind, werden Ihnen neue Ideen kommen. Aus dem Tun entsteht die Inspiration für Größeres. Wenn Sie aktiv werden, sind Sie immer im Vorteil. Dieser Vorteil wirkt sich auch bei allen kommenden Schritten aus. Bewegen Sie sich!

In diesem Büchlein haben wir versucht, Sie auf etwas Größeres aufmerksam zu machen als auf ein bloßes Regelwerk und pauschale Ratschläge. Wir haben Sie auf die herausragende Tatsache hingewiesen, dass sich in Ihnen ein Etwas befindet, das Ihnen immer mehr Macht und Befähigung verleihen wird, sobald es aus dem Schlummerschlaf erwacht ist. Und wir haben versucht, Ihnen diese Geschichte über das innere Etwas aus verschiedenen Blickwinkeln nahe zu bringen, damit Sie die Idee von mehreren Seiten betrachten können.

Wir sind der festen Überzeugung, dass Erfolg in hohem Maße von der Anerkennung und Manifestierung dieses inneren Etwas abhängt. Wir meinen, dass ein Studium des Charakters und der Arbeit erfolgreicher Menschen Ihnen zeigen wird, dass diese, so sehr sie auch in vielen Bereichen unterschiedlich sein mögen, allesamt dieses Bewusstsein von diesem inneren Etwas besitzen, welches ihnen eine Gewissheit von Ihrer Macht und Stärke verleiht, aus der Mut und Selbstvertrauen erwachsen. Sie werden feststellen, dass die meisten erfolgreichen Männer und Frauen spüren, dass ihnen etwas hilft. Dass etwas ihre Bemühngen unterstützt. Einige haben diese Sache „Glück“ genannt, andere „Schicksal“ oder dergleichen. Es ist jedoch immer eine Anerkennung einer inneren Kraft, welche in irgendeiner Weise behilflich war, auch wenn die Betreffenden über die Art der Hilfe häufig selbst nicht sicher sind. In der Tat machen sich die meisten darüber keine Gedanken, sie sind zu beschäftigt, um sich in Spekulationen zu ergehen und begnügen sich mit dem Wissen, dass es da ist.

Dieses innere Etwas ist das Indiviuduum, das „große Ich“ in jedem Einzelnen, die Quelle der Macht, welche Menschen zum Ausdruck bringen. Dieses Büchlein wird in der Hoffnung geschrieben, dass es den ersten Schritt auf die Anerkennung, Entfaltung und Manifestierung dieserer inneren Macht sein möge.

Wir legen Ihnen sehr nahe, dass Sie dieses Bewusstsein des „Ich bin“ pflegen und kultivieren; dass Sie diese Kraft in Ihnen erkennen mögen.

Dann wird das damit in Verbindung stehende Bewusstsein ganz natürlich erscheinen, das sich in der Aussage „Ich kann und ich will“ zum Ausdruck bringt, eine der größten Bejahungen der Macht, zu denen der Mensch fähig ist.

Dieses „Ich kann und ich werde“ ist der Ausdruck von etwas Innerem, welches Sie zum Ausdruck bringen werden. Hinter allen Ratschlägen, welche wir Ihnen geben können, ist diese eine Sache der Hauptfaktor beim Geheimnis des Erfolgs.



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