Grundkonzept für eine gelungene Partnerschaft:
Gibgern - Nimmgern



Ist Ihnen schon mal der Gedanke gekommen, dass Ihr Herzblatt verhext sein könnte - oder besessen?

Gerade noch war sie/er die Güte in Person, zuvorkommend und liebevoll - und jetzt ist Ihr Herzblatt wie ausgewechselt: rücksichtslos und egoistisch.

Seien Sie beruhigt - Sie brauchen keinen Teufelsaustreiber zu bestellen.


Es handelt sich schlicht und einfach um ...

... zwei Seiten einer jeden Persönlichkeit.

Nennen wir sie zum besseren Verständnis:

  • Gibgern und

  • Nimmgern.

Wir alle möchten gerne im Leben anderer Menschen eine Rolle spielen.

Wir wollen Andere glücklich machen und freuen uns mit, wenn sich das Herzblatt freut.

In diesem Fall ist Gibgern aktiv.

Die Aufgabe von Gibgern ist es, dafür zu sorgen, dass es Anderen gut geht und alles zu vermeiden, was zum Unglück der von uns geliebten Menschen beiträgt - selbst dann, wenn wir uns dadurch nicht so gut fühlen!

Aber wir wollen natürlich auch das Beste für uns selbst!

In diesem Fall hat Nimmgern das Sagen. Nimmgern möchte, dass Sie alles tun, damit es Ihnen selbst gut geht und dass sie alles unterlassen, was zu Ihrem Unglück beiträgt - auch wenn es Anderen dadurch schlechter geht.

Meistens sind diese primitiven Aspekte unseres Selbst im Umgang mit anderen Menschen mehr oder weniger ausgewogen.

Aber in der partnerschaftlichen Beziehung sind diese Burschen in engerer Tuchfühlung miteinander und kämpfen um die Vorherrschaft.

Problematisch!

Wenn wir auf Gibgern hören, sind wir bereit zu leiden, damit es unsem Herzblatt gut geht.

Und wenn wir uns nach den Ratschlägen von Nimmgern richten, lassen wir unser Herzblatt leiden, damit es uns selbst gut geht.

Einer muss also immer leiden.
In beiden Fällen sind die Ratschläge also kurzsichtig.