Nur keine
Selbstbemitleidung!






Der folgende Ausschnitt stammt aus Seite 410 des E-Books Die Millionärsdenke von Boris Vene und Nikola Grubiša. Hier ist unter anderem zu lesen:

Der Phobien-Spitzenreiter heißt:

Von einer Gruppe auftreten zu müssen.





Diese Aussage wird untermauert von den Forschungsergebnissen des Soziologen Prof. Dr. Panse, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre und Personalwesen an der Fachhochschule Köln.

Hier die zehn häufigsten Ängste laut Dr. Panse - in umgekehrter Reihenfolge:

10. Hunde
9. Einsamkeit
8. Flugreisen
7. Tod
6. Krankheit
5. Tiefes Wasser
4. Finanzielle Probleme
3. Käfer, Spinnen und anderes Getier
2. Große Höhen und ...

1. vor einer Gruppe sprechen zu müssen!

Wenn es Ihnen ebenso ergeht, sind Sie also in guter Gesellschaft. Was Top-Managern recht ist, kann Ihnen nur billig sein -:)

Ein trockener Mund, Herzrasen, feuchte Hände, "Blackout" im Kopf, Lampenfieber ... Wie können Sie das erfolgreich überwinden?

Lernen Sie zunächst, sich zu entspannen und beachten Sie folgenden vier Punkte:

1. Beruhigen Sie Ihr Publikum. Diese Leute warten auf Ihre Informationen.

2. Gestalten Sie Ihren Vortrag oder Ihre Präsentation interessant und abwechlungsreich. Erzählen Sie Ihren Zuhörerinnen und Zuhörern etwas, das für sie von Bedeutung ist!

3. Inspirieren Sie Ihr Publikum. Zeigen Sie Wege auf, wie die von Ihnen vorgetragene Information in der Praxis angewandt werden kann.

4. Werden Sie zum Geschichtenerzähler. Bauen Sie Ihr zentrales Thema in eine Geschichte ein.

Wie können Sie nun vorgehen, um diese vier Punkte von der Theorie zur Praxis zu bringen? Nachstehend einige Tipps; einige sind praktischer Art, andere haben damit zu tun, wie Sie über Ihre Vorträge denken und auch, wie Ihr eigenes Gefühl verändern können ...

Tipp 1

Atmen Sie tief.

Beim Ausatmen entspannen Sie sich (das ist übrigens auch der Grund, warum gestresste Leute hörbar ausatmen).

Sollen Sie nur hastig einatmen und nicht mehr genügend ausatmen, kommt es zu Ängsten. Kurz vor Ihrem Auftritt sollten Sie sich fünf Minuten Zeit nehmen, und ...

a) einatmen, während Sie innerlich bis 7 zählen sowie
b) ausatmen, und dabei bis 11 zählen.

Es geht nicht um 7 bzw. 11 Sekunden, Sie zählen einfach gedanklich rasch hintereinander.

Nach dem Ausatmen, machen Sie eine Sekunde lang Pause, bevor Sie wieder einatmen. Dadurch werden Sie innerlich ruhig. Je länger Sie ausatmen können, umso ruhiger werden Sie sich fühlen.

Tipp 2

Als die- oder derjenige, der vor einer Gruppe steht, haben Sie auch eine gewisse Verantwortung. Vielleicht sind Sie nicht für das Gelingen der gesamten Veranstaltung verantwortlich, ein Teil der Verantwortung entfällt jedoch in jedem Fall auf Sie.

Auch die Zuhörer haben ihren Teil der Verantwortung. Hierzu zählen zum Beispiel Dinge wie Höflichkeit, Aufmerksamkeit oder Lernbereitschaft.

Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf darüber, wie Ihr Publikum seinen Part erfüllt. Wie halten Sie von Ihren Zuhörinnen und Zuhörern?

Tipp 3

Bauen Sie Methapern und Geschichten ein. Auch der Logischte unter uns träumt während der Nacht. Scheuen Sie sich nicht vor Details!

Tipp 4

Halten Sie die Aufmerksamkeit Ihres Publikums wach, indem Sie alle Sinne ansprechen.

Beschreiben Sie ...

  • wie etwas aussieht
  • wie es sich anfühlt
  • wie es riecht
  • welchen Geschmack es hinterlässt
  • wie es klingt ...

Tipp 5

Murmeln Sie nicht monoton vor sich - Ändern Sie Ihren Tonfall und die Sprechgeschwindigkeit!

Halten Sie Ihr Publikum in Spannung. Übermitteln Sie eine positive Energie. Sie sind der Dirigent Ihres Orchesters. Seien Sie humvorvoll. Das zeigt, dass Sie an sich glauben und von dem überzeugt sind, was Sie vermitteln - was ansteckend wirkt!

Tipp 6

Erzählen Sie Ihren Zuhören, was es von Ihnen erwarten können. Was werden diese Menschen von Ihnen erhalten?

Tipp 7

Lernen Sie von anderen öffentlichen Rednern. Besorgen Sie sich ein gutes Buch, z.B. Rhetorik-Klassik von Nikolaus Enkelmann.

Tipp 8

Übung macht den Meister. Wenn Sie sich schon beim Üben zu Hause nervös sind, wie nervös werden Sie dann erst vor einem vollen Saal voller Leute sein!

Sie müssen erst üben - und sich dabei ruhig fühlen. Ansonsten entsteht eine Verbindung zwischen Ihrer Angst und den Auftritten.

Übung ist eine Art Selbsthypnose. Sie verändern dadurch Ihre innere Einstellung und können Ihre Emotionen in den Griff bekommen.

Die Welt braucht gute Präsentatoren - wie Sie!