Online-Kursus
Reichsein will gelernt sein


Kursteil 13
Die Macht des brennenden Verlangens




Herzlich willkommen zur dieser Kurseinheit!

Haben Sie das auch schon mal erlebt: Sie haben das Geld für einen größeren Auftrag erhalten, die Weihnachtsgrati oder eine andere außergewöhnliche Zahlung und machen sich auf in die Einkaufsstraße. Heute wollen Sie sich mal etwas Besonderes gönnen. Und dann stehen Sie vor den Schaufenstern oder in den Kaufhäusern - und wissen gar nicht, was Sie eigentlich wollen.

Woher kommt das?

Nun, häufig bilden wir uns ein, dass wir etwas "wollen", aber es entstammt keinen wirklich tiefen Wunsch in uns. Es ist eher ein Sympton eines Mangeldenkens. Solange wir glauben, dass wir nicht genug hätten - oder nicht genug seien - suchen wir nach Möglichkeiten, wie wir diesen Mangel, diese unbewusste Leere, ausgleichen können. Unser Verstand macht uns dann weis, dass wir Dinge haben müssten, die andere besitzen. Eine Neidgeschichte also. Wir verzehren uns nach etwas (oder auch nach jemanden) und wenn es dann in Reichweite ist, ist es auf einmal gar nicht mehr so erstrebenswert.

Wieder einmal müssen wir also innen ansetzen. Ein innerer Mangel kann nicht durch äußere Faktoren ausgeglichen werden. Eine wirkliche Veränderung geht immer von innen nach außen. Die Ursache liegt innen, die Wirkung außen.

Bevor wir uns heute dranmachen, die wahre innere Sehnsucht, den Herzenswunsch, aufzudecken, wollen wir uns zunächst etwas damit beschäftigen, was Wattles über die Dinge sagte, die wir wollen. Dabei müssen wir sehr sorgfältig auf seine Wortwahl achten: Zwischen "wollen" und "verlangen" ist ein himmelweiter Unterschied.

Ein Verlangen ist ein brennender Wunsch, also wesentlich stärker. Das ist nicht bloß Hoffen und Bangen, das ist etwas, das aus dem tiefsten Inneren kommt. Sie brauchen das nicht erschaffen, es ist bereits da. Sie nehmen es an, Sie bringen es an die Oberfläche und verwirklichen es - oder auch nicht. Es ist der Schlüssel zur Erfüllung, zum Glück und zu wahrem Wohlstand. Ein wirkliches Verlangen kommt aus dem wahren Ich.

Ein Wunsch kann da nicht mithalten. Ein Wunsch scheint aus dem Kopf zu kommen, aus dem "kleinen Ich", wie Caruso sagte, dem Ego.

Denken Sie nochmals an das von Wattles genannte Beispiel von dem Mann, der sich lediglich einen Teppich wünschte. Das erschien ihm "vernünftig". Sein Aha-Erlebnis kam, als er erkannte, dass er um zu wenig gebeten hatte. Wir erhalten nur das, worum wir bitten. Wenn wir wirklich nach innen gehen, und um Großes bitten und unsere wahren Sehnsüchte aufdecken, werden wir das auch erhalten. Oder gar noch Besseres!

Das Wort "Verlangen" klingt nicht nicht nur stärker, es ist auch stärker. Wattles schreibt in Kapitel 8:


Für Dinge, die man sich wirklich ersehnt, braucht niemand Konzentrationsübungen zu machen. Es sind die Dinge, die Sie sich nicht wirklich ersehen, welche eine bewusste Anstregung verlangen


Das ist auch die Erklärung, warum sich die meisten Leute ihre Ziele nicht erfüllen können. Da werden Ziele festgelegt, die einem nicht wirklich am Herzen liegen. Oder man glaubt im Grunde nicht an ihre Erreichung. Viele Leute glauben deshalb nicht an ihre Ziele, weil sie sich nicht vorstellen können, wie das gehen soll. Der Haken dabei ist, dass Sie dann, wenn Sie bereits wissen, wie es gehen soll, wahrscheinlich zu klein denken. Ein kleines Ziel bietet keinen Anreiz.

Wallace schreibt:


Wenn Sie nicht wirklich reich werden wollen und Ihr Verlangen nicht so stark ist, dass sich Ihr Denken darauf ausrichtet wie ein magnetischer Pol von der Kompassnadel angezogen wird, dürfte es sich für Sie kaum lohnen, den Anweisungen aus diesem Buch zu folgen.


Sie müssen also wissen, was Ihre Sehnsucht ist, was Sie verlangen. Nur dann machen Sie sich auch daran, ein klares geistiges Bild zu entwerfen, das Sie der formlosen Substanz einprägen.

Frischen wir unser Gedächtnis nun erst mal anhand einer Buchauszüge auf und danach steht wieder eine praktische Übung für Sie bereit.

Kapitel 1:


Wahres Leben bedeutet, die Gesamtheit dessen zum Ausdruck zu bringen, was ein Mensch durch Körper, Geist und Seele hervorbringen kann.
Auch wenn man anders reden kann, kann man doch erst dann wirklich glücklich sein, wenn auch der Körper seinen Ausdruck findet. Und dasselbe gilt für den Geist und für die Seele. Wenn ein Teilbereich unterdrückt oder seine Funktion nicht erfüllt wird, bleibt eine unerfüllte Sehnsucht. Diese Sehnsucht ist die potenzielle Möglichkeit, die sich zum Ausdruck bringen möchte.


Kapitel 5:


Jede Sehnsucht ist das Bemühen einer noch nicht zum Ausdruck gebrachten Möglichkeit, sich zu verwirklichen. Es ist die Macht, die sich manifestieren will, welche die Sehnsucht entstehen lässt. Das was Sie dazu drängt, mehr Geld verdienen zu wollen, ist dasselbe wie das, was die Pflanze zum Wachstum drängt. Es ist das Leben, das sich eine vollere Entfaltung wünscht.
Die alleinge lebende Substanz muss diesem Gesetz allen Lebens unterworfen sein. Sie wird von der Sehnsucht durchflutet, mehr leben zu wollen und ist deshalb der Notwendigkeit ausgesetzt, Dinge erschaffen zu müssen. Die einzige Substanz will durch Sie leben.



Das Universum möchte, dass Sie alles haben, was Sie haben wollen. Die Natur ist Ihren Plänen wohlgesonnen. Alles ist naturgemäß auf Ihrer Seite.


Kapitel 6:


Die Ursubstanz möhte, dass Sie die Fülle des Lebens haben, zu dem Sie in der Lage sind; sie möchte, dass Sie alles haben können, was Sie nutzen können, um ein reiches Leben zu führen.
Wenn Sie Ihr Bewusstsein auf die Tatsache lenken, dass Ihre Sehnsucht nach Reichtum eins ist mit dem Wunsch des Allmächtigen nach einem volleren Ausdruck, wird Ihr Glaube unbesiegbar.


Kapitel 16:


Zögern und zaudern Sie nicht, aus Angst, dass es Ihnen an Fähigkeiten mangele, sobald Sie an einem bestimmten Platz angelangt sind. Machen Sie weiter!


Kapitel 12:


Eine erfolgreiche Handlung ist in ihren Ergebnissen kumulativ und aufbauend. Da die Sehnsucht nach mehr Leben allen Dingen innewohnt, zieht ein Mensch in dem Maße, in dem er sich auf ein erfolgreicheres Leben zubewegt, auch mehr Dinge an, was den Einfluss auf seine Sehnsucht vervielfacht.


Kapitel 13:


Das zu tun, was Sie tun wollen, ist Leben. Es gibt keine wirkliche Befriedigung im Leben, wenn wir gezwungen werden, ständig das zu tun, was uns zuwider ist und niemals das tun können, was wir eigentlich tun möchten. Es ist absolut sicher, dass Sie das tun können, was Sie tun möchten. Die Sehnsucht, es tun zu wollen, ist bereits Beweis genug, dass Sie in sich die Kraft besitzen, es auch tun zu können.



Kapitel 8:


Verbringen Sie möglicht viel Muße und Freizeit mit der Betrachtung Ihres geistigen Bildes. Für Dinge, die man sich wirklich wünscht, braucht niemand Konzentrationsübungen zu machen. Es sind die Dinge, die Sie sich nicht wirkklich wünschen, welche eine bewusste Anstregung verlangen.


Widmen Sie sich nun der praktischen Übung, wobei Sie diese ausschlaggebenden Informationen berücksichtigen.

Bis zum nächsten Mal!