Online-Kursus
Reichsein will gelernt sein


Kursteil 23
Volle Kraft voraus!




Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, als Wattles die Wissenschaft des Reichwerdens verfasste, war die "industrielle Revolution" immer noch in vollem Gange. Im Zuge dessen versuchten so genannte Effizienzexperten, die Fabriken und Produktionsstätten - aber auch die Menschen - noch leistungsfähiger zu machen. Dabei wandten sie wissenschaftliche Methoden an, zum Beispiel Beobachtung, Messung, Analyse und dergleichen, um ineffiziente oder nicht ausgenutzte Tätigkeiten auszumerzen.
Leider übersahen sie dabei bisweilen, dass Menschen keine Maschinen sind. Der Gewinn konnte auf diese Weise zwar gesteigert werden, dies ging jedoch auf Kosten der Gesundheit, der Arbeitszufriedenheit und der Belastbarkeit der Arbeiter. Das Konkurrenzdenken feierte fröhliche Urstände.

Das Wort "Effizienz" war damals in aller Munde. Auch Wattles benutzt es, er weist jedoch darauf hin, dass auf Ausgeglichenheit zu achten ist. So sagt er zum Beispiel klar und deutlich, dass wir nicht umherhetzen sollten, in dem Bemühen, in möglichst kurzer Zeit möglich viel zu unternehmen (was ja auch ein Ausdruck eines Mangeldenkens wäre). Heute würde er sich wahrscheinlich andes ausdrücken; vielleicht würde er "erfolgreich, stark und wirksam" schreiben.

Soweit zum Hintergrund.

Wenn wir uns der Frage stellen, wie wir "auf eine gewisse Art und Weise" tägig werden sollen, müssen wir dieser Formulierung auf den Grund gehen. Immerhin sagt Wattles selbst, dass es sinnlos sei, Unwichtiges oder Falsches auf effiziente Weise zu erledigen. Dadurch würden wir nur umso rascher scheitern. Er schreibt in Kapitel 12:


Wenn die gesamte Kraft in jede einzelne Handlung fließt, wie bescheiden und alltäglich diese auch ausfallen mag, wird jede Handlung zu einem Erfolg an sich. Und da es in der Natur der Dinge liegt, dass jeder Erfolg den Weg für weitere Erfolge bahnt, wird Ihr Fortschritt in Richtung auf das Gewünschte immer rascher vonstatten gehen.
Bedenken Sie, dass eine erfolgreiche Handlung in ihren Ergebnissen kumulativ und aufbauend ist. Da der Wunsch nach mehr Leben allen Dingen innewohnt, zieht ein Mensch in dem Maße, in dem er sich auf ein erfolgreicheres Leben zubewegt, auch mehr Dinge an, was den Einfluss auf seinen Wunsch vervielfacht.

Wie bringen wir nun die "gesamte Kraft" in unsere Handlungen und vermeiden nutzlose oder gar schädliche Aktionen?

Auch zu diesem Punkt äußert sich Wattles eindeutig. "Jede einzelne Handlung kann stark und effizient gemacht werden, indem Sie sich Ihre Vision vor Augen halten, während Sie diese Handlung verrichten und die gesamte Kraft Ihres Glaubens und Ihrer Absicht in sie hineinbegeben."

Das ist ein hoher Anspruch. Bei allem sein Wunschbild vor Augen zu haben? Er führt dies näher aus:


Wenn ich sage, dass Sie Ihre Vorstellungsbild im Geiste halten sollen, während Sie eine auch noch so alltägliche Handlung ausführen, meine ich damit nicht, dass es ständig notwendig sei, diese Wunschvorstellung bis ins kleinste Detail immer wieder vor Ihrem geistigen Auge zu halten.
Dieses detaillierte Ausmalen und Betrachten Ihrer Wunschvorstellung sollten Sie in Ihrer Freizeit durchführen, bis Ihr geistiges Bild fest in Ihrem Gedächtnis verankert ist. Wenn Sie die Ergebnisse beschleunigen wollen, können Sie praktisch Ihre gesamte Freizeit mit dieser Übung verbringen.
Durch die ständige Kontemplation wird das Bild des Gewünschten bis ins kleinste Detail so in Ihren Geist eingebrannt und der formlosen Substanz so umfassend vermittelt, dass Sie während Ihrer Arbeitszeit nur noch an das Bild zu denken brauchen, um Ihren Glauben und Ihre Absicht zu stimulieren.
Betrachten Sie Ihr Bild in Ihrer freien Zeit solange, bis Ihr Bewusstsein damit dermaßen angefüllt ist, dass es förmlich zum Greifen nahe ist. Sie werden so mit einer großen Vorfreude erfüllt werden, dass der bloße Gedanke an dieses Wunschbild die stärksten Energien Ihres gesamten Seins aufruft.

(Kapitel 12)

Alles läuft auf eine klare, mächtige und motivierte Vision hinaus, Ihr Wunschbild.

Falls Sie immer noch schwanken, sollten Sie sehr viel Zeit damit verbringen, sich ein klares geistiges Bild einzuprägen; im Zuge dessen prägen Sie es auch der formlosen Substanz ein.

Sobald Sie sich im Klaren darüber sind, was Sie wollen, und mit Ihrem Wunschbild zufrieden sind, sind Sie handlungsbereit. Sie brauchen keineswegs die ganze Zeit über daran zu denken. Sie brauchen auch nicht Ihre gesamte Freizeit mit der Betrachtung Ihres Wunschbildes zu verbringen, sobald es für Sie klar ist. Sobald Sie genau wissen, was Sie anstreben, ist das Angestrebte auf dem Weg zu Ihnen; über Ihr Tun machen Sie sich empfangsbereit.

Wattles sagt, dass Sie von Vorfreude erfüllt sein werden und dass Sie lediglich an Ihr Bild zu denken bräuchten und schon seien die Begeisterung und Aufregung, die Erwartung und Dankbarkeit da. Damit gibt er uns den Schlüssel zur Selbstmotivation in die Hand. Das aktiviert die stärksten Energien und mobilisiert Ihr gesamtes Sein. Sie sind inspiriert. "Sollen", "müssten", "eigentlich" ... - das erübrigt sich damit.

Auf diese Weise wird jeder einzelne Augenblick zum Erfolg an sich.

Wattles sagt auch, dass erfolgreiche Aktionen kumulativ und aufbauend wirkten. Ein Erfolg baut auf dem vorhergehenden auf, wodurch sich der gesamte Prozess beschleunigt.

Sobald die schöpferischen Kräfte in Gang gesetzt wurden, werden Dinge passieren, die ohne Ihr Wunschbild nicht passiert wären, und es kommt Schwung in die Sache.

Wattles schreibt weiterhin, dass die Welt von denen vorangebracht würde, die mehr tun als das "Nötige" und die mehr geben als sie nehmen. Dies gilt auch für die Verwirklichung unseres eigenes Wunschbildes.

In der nächsten Kurseinheit werden wir uns ansehen, wie wir in jede Handlung die gesamte Kraft einbringen können, wodurch uns nichts und niemand mehr aufhalten kann.

Diesmal gibt es keine separate praktische Übung. Nehmen Sie sich bitte die Übungen der Einheiten 21 und 22 nochmals vor.