Vom Erfühlten zum Erfüllten
Kleines Buch, große Offenbarung!




Neville Lancelot Goddard wurde 1905 auf der Insel Barbados geboren. Als 17-Jähriger kam er nach New York, um Theaterwissenschaften und Tanz zu studieren.

Seit seinem Tode sind 42 Jahre vergangen, doch seine Erkenntnisse sind heute so revolutionär wie damals.

Neville, wie er sich kurz in seinen zehn Büchern und etwa 147 Vorträgen nannte (einige sind eventuell noch unveröffentlicht in Privatbesitz einiger Zuhörerinnen oder Zuhörer) fertigte keine Kassetten oder Abschriften an; er hatte aber nichts dagegen, dass jemand seinen Kassetttenrekorder mitbrachte, um seine aus dem Stand gehaltenen Vorträge aufzuzeichnen.

Einige davon sind heute auf YouTube zu finden. Etliche andere wurden ins Spanische übersetzt, doch auf Deutsch scheint bislang nichts vorhanden gewesen zu sein.

Seine Grundprämisse war einfach: Unsere Gedanken und unsere Gefühle erschaffen unsere persönliche Welt!

Neville war ein charismatischer Redner. Er besaß einen scharfen Verstand, konnten die Bibel aus dem Gedächtnis zitieren und hatte sie jahrelang eingehend studiert.

Für Fundamentalisten und Kirchenobere dürften seine Aussagen jedoch der Gipfel der Ketzerei sein:

Er ging davon aus, dass keine der Personen gelebt haben bzw. sich die dort genannten Ereignisse historisch ereignet hatten. Er erklärt in seinen Büchern und Vorträgen, dass es durchwegs um symbolische Darstellungen unseres eigenen Lebens geht: Die biblischen Gleichnisse und Geschichten beschreiben das menschliche Drama und der Hauptdarsteller in jedem Fall der Leser. Die biblischen Personen symobolisieren lediglich unterschiedliche Bewusstseinszustände des Menschen.

Über sein Leben ...

Über Nevilles frühe Jahre ist wenig bekannt. Bekannt ist, dass er 1905 auf dem britischen Protektorat Barbados in eine anglikanische Familie hineingeboren wurde. Er war einer von neun Söhnen und einer Tochter.

Seine Herkunftsfamilie scheint ziemlich wohlhabend gewesen zu sein, was sich auch daran ablesen lässt, dass ihm einer seiner Brüder eine Schiffsreise von New York nach Barbados finanzierte. In einem seiner Vorträge geht er auch auf eine weibliche Angehörige seiner Familie ein, die offenbar nicht mehr wusste, wohin mit ihrem Silber und ihren Diamanten.

Für Neville selbst waren diese äußerlichen Wohlstandssymbole bedeutungslos. Die einzig wahre Realität ist das Bewusstsein. Alles andere ist vergänglich.

In New York begann er zunächst als Varietétänzer und Bühnenschauspieler, doch dann schlug die Wirtschaftskrise zu. Die Leute gingen nicht mehr ins Theater und Neville lebte mehr oder weniger von der Hand in den Mund.

Eines Tages lernte er seinen späteren Mentor kennen, einen Schwarzen namens Abdullah. Abdullah war Rabbiner, ursprünglich aus Äthyopien, der sich jedoch auch eingehend mit dem Christentum beschäftigt hatte.

Neville beschreibt ihre erste Begegnung wie folgt:

"Als ich Abdullah im Jahre 1931 zum ersten Mal sah, betrat ich einen Raum, in dem er einen Vortrag hielt. Als er damit fertig war, kam er auf mich zu und sagte mir: "Ich habe Sie schon vor sechs Monaten erwartet".

Ich war perplex. Immerhin hatte ich diesen Mann in meinem Leben noch nie gesehen.

Also antwortete ich: "Ich soll sechs Monate zu spät sein! Woher kennen Sie mich denn?"

Abdullah erwiderte: "Die Brüder hatten mir angekündigt, dass Sie kommen würden, aber Sie sind sechs Monate zu spät"

Neville studiert dann fünf Jahre lang bei Abdullah, unter anderem die Bibel, die Kabbalah und Hebräisch.

Nach Nevilles Aussagen fand seine erste Berührung mit schöpferischem Denken statt, als er im Winter 1933 in Manhatten wohnte. Der junge Mann war deprimiert. Seine Theaterlaufbahn war praktisch zu einem Ende gekommen und er besaß kein Geld.

"Nach zwölf Jahren in Amerika muss ich sagen, dass ich mich für einen Versager hielt".

Der nunmehr 28-Jährige war seit zwölf Jahren nicht mehr auf Barbados gewesen und hatte auch kein Verlangen danach gespürt. Seine Eltern hatten ihn in New York besucht - und auf einmal überkam ihn der dringende Wunsch, Barbados zu besuchen.

Doch wie sollte das gehen? Ohne Geld?

Er holte sich Rat bei Abdullah. Dieser sagte ihm: "Lebe so, als wärst du jetzt dort. Leg dich heute Nacht in New York zum Schlafen und stelle Dir vor, dass Du jetzt in Deinem Elternhaus schlafen würdest".

Das war der Einstieg zu dem, was Neville später "Ausgehend vom erreichten Ziel denken" nannte.

Auf diese Begebenheit geht Neville in mehreren Vorträgen mit unterschiedlicher Detailtreue ein. Er sagte: "Abdullah führte mir vor Augen, wie wichtig es ist, einem Vorstellungsbild treu zu bleiben und keine Kompromisse zu machen! Ich schwankte, aber er beharrte darauf, dass ich diese Annahme aufrechterhalten müsse. Ich müsse fest davon ausgehen, in Barbados  zu sein und davon überzeugt sein, dass ich Erster Klasse reise".

An einem Dezembermorgen, als er ziemlich lange geschlafen hatte (er war ja ohne Arbeit), fand er einen Brief unter dem Türspalt. Der Brief stammte von seinem Bruder Victor.


Er enthielt 50 Dollar für Kleidung und andere Utensilien, die Schiffspassage sei bereits bezahlt, schrieb der Bruder. Der Bruder sagte, dass Neville Weihnachten nach Hause kommen solle, weil noch nie alle Geschwister - wegen des Altersunterschieds - zusammen Weihnachten verbracht hätten.

Zunächst hieß es bei Schiffsfahrtgesellschaft, dass die Reise zwar bezahlt sei, es sei aber nur noch ein Platz in der Dritten Klasse frei.

Neville ging wieder zu Abdullah, der ihn wirsch anfuhr:

"Wer hat Dir erzählt, dass Du Dritter Klasse reisen wirst? Du bist jetzt in Barbados und Du bist Erster Klasse gereist! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!"

Als Neville nochmals zum Büro der Gesellschaft ging, eröffnet man ihm, dass jemand storniert habe und er Erster Klasse reisen könne.

Diese Begebenheiten vermittelten ihm nach und nach den roten Faden, der sich durch seine Veröffentlichungen und Auftritte zieht:

Es ist unerlässlich, in sich das Gefühl aufzubauen, das man hätte, wenn der Wunsch bereits erfüllt wäre!

Er schreibt: "Nicht das Gewüschte ziehen Sie an, sondern das, was Sie sind!

Vom Erfühlten zum Erfüllten

Neville war überzeugt, dass die Bibel genau diese Wahrheit zum Ausdruck bringe: Es gehe darum, aus der Position des bereits erfüllten Wunsches heraus zu denken und zu fühlen!

Diesen Bewusstseinszustand nannte er: "ICH BIN".

Dieses "ICH BIN" entspricht dem Begriff "Gott".

Er erklärt dies an einer Vielzahl von biblischen Beispielen, im obigen E-Book unter anderem am Beispiel der Witwe mit dem Ölkrug, Daniel in der Löwengrube, den Fischern, die nachts nichts fangen. In anderen Büchern werden weitere Beispiele aufgeführt (z.B. Lots Weib, die zu einer Salzsäure erstarrte).

Die gesamte Bibel war für Neville nur eine Vorlage für die Weiterentwicklung des Menschen.

Insbesondere geht Neville auf die Vorstellungskraft ein. Gefragt, ob man damit einem Mitmenschen Schaden zufügen könne (Jeder Vortrag wurde mit einer Fragerunde abgeschlossen), antwortete er:

"Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass dieses universelle Gesetz nur von denen genutzt werden könne, die fromm oder religiös seien.

Das Gesetz funktioniert unpersönlich. Es kann für gierige, eigennützige Zwecke ebenso angewandt werden wie für hehre Ziele.

Man sollte jedoch immer bedenken, dass unredliche Ziele und Handlungen unweigerlich unglückselige Folgen nach sich ziehen."

Diese deutsche Erstfassung enthält zwei kurze Bücher und zwei Vorträge von Neville Goddard:

Originaltitel der Bücher:

1. Feeling is the Secret

2. At Your Command

Originaltitel der Vorträge:

1. Three Propositions

2. How To Use Your Imagination

Doch Neville gab sich nicht mit Verweisen auf Anektoden oder Gleichnisse zufrieden. Alles, was er vortrug, unterzog er selbst dem Praxistest.

In seiner Beschreibung des "Gesetzes der Umkehrbarkeit" schreibt er beispielsweise:

"... Lange Zeit wurde elektrischer Strom durch Reibung erzeugt. Niemand dachte daran, dass man umgekehrt auch Reibung durch Strom erzeugen könne. Dieses Phänomen finden wir auch in anderen Bereichen, zum Beispiel beim Phonographen (mechanische Bewegung erzeugt Sprache und umgekehrt).

Dieses Gesetz ist deshalb so wichtig, weil es uns die Lage versetzt, die umgekehrte Umwandlung vorauszusehen, sobald die direkte Umwandlung bekannt ist.

Falls Sie wüssten, wie Sie sich fühlen würden, sobald Sie Ihr Ziel erreicht oder Ihren Wunsch erfüllt haben, wüssten Sie auch, welchen Zustand Sie herbeiführen würden, wenn Sie das jeweilige Gefühl in sich erzeugen ..."

Neville war ein Vordenker, ein Nichtkonformist, ein Erneuerer, ein Mensch, der nach dem inneren Licht seiner Ideen lebte und dem die äußere Anerkennung nichts bedeutete.

Leseprobe Neville Goddard


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Blick ins Buch

Taschenbuch:


Kindle:


"Getrauen Sie sich, and die Verwirklichung Ihrer Annahme zu glauben und Sie werden sehen, dass die Welt ihren Teil beiträgt."


"Nichts kommt von außen, alles von innen - aus dem Unterbewusstsein"


"Das Leben macht keine Fehler und gibt dem Menschen immer das, was er sich zuerst selbst gibt".


"Fühlen Sie sich in den erfüllten Wunsch hinein und verfolgen Sie den Weg, den Ihre Aufmerksamkeit verfolgt".


"Alle Vorstellungen sind Begrenzungen dessen, der diese Vorstellungen hat."

"Den Wunschzustand zu definieren, heißt, ihn zu erleben."


"Was wir tun, ohne unser Bewusstsein verändert zu haben, ist nur eine wirkungslose Veränderung auf der Oberfläche".


"Meine Angehörigen in Barbados verstehen nicht, wie sich ein erwachsener Mann hinstellen kann und Vorträge hält.

Sie beurteilen einen Menschen nur nach dem, was er hat. Aber solange sie nicht nach tieferem Wissen hungern, könnte ich mit Engelszungen reden und würde nur meine Zeit vertun"


Das Unterbewusstsein ist das, was der Mensch ist.

Das Tagesbewusstsein ist das, was dem Menschen bekannt ist.

"Ich und der Vater sind eins, aber mein Vater ist größer als ich":

Tages- und Unterbewusstseins sind eins, aber das Unterbewusstsein ist größer als das Tagesbewusstsein



Was will
Neville
damit sagen?

Textauszug