Die Macht
der Vorstellungskraft



Bei der Visualisierung handelt es sich um eine Technik, bei der Sie vor Ihrem "inneren Auge" eindringliche und lebhafte Bilder entstehen lassen.

In den Schulen wird diese Technik nicht gelehrt, selbst in Klassikern wie "Die Wissenschaft des Reichwerdens von Wallace Wattles wird sie nicht erwähnt. Aus diesem Grunde haben wir bei unserem auf diesem Werk aufbauenden Kursus "Reichsein will gelernt sein" in Kursteil 16 ein separates Kapitel den Visualisierungshilfen gewidmet.

Was geschieht bei der Visualisierung?

1. Die schöpferische Kräfte Ihres Unterbewusstseins werden aktiviert.

2. Ihr retikuläres Aktivierungssystem ("RAS") wird gezwungen, Sie auf Chancen und Möglichkeiten hinweisen, die zwar auch vorher schon da waren, von Ihnen jedoch nicht bemerkt wurden.

In einem E-Book wird das folgendermaßen beschrieben:


Innerhalb des unbewussten Teil des Gehirns ist ein hochgradig spezialisierter Bereich, der so genannte retikuläre Kortex (retikulär = netzartig, Kortex = Rinde) ununterbrochen damit beschäftigt, Fakten, Zahlen und Informationen zu erfassen, die für ein Ziel, welchen in Ihrem Denken den Vorrang einnimmt, von Belang sind.

Dieser Teilbereich funktioniert wie ein Suchradar.

Er hört, "ich will einen neuen Discovery" (ein bestimmtes Auto), und jedes Mal, wenn einer in den Erfassungsbereich des Radars gerät, meldet er Ihnen den Umstand.
Er ist jedoch noch wesentlich ausgefeilter als ein Suchradar:

Der Radar meldet Ihnen, wo sich etwas befindet, das RAS kann noch wesentlich mehr:

Sobald Sie Ihrem Gehirn ein Ziel eingeprägt haben, das Sie wirklich und inbrünstig wollen, etwas, das Ihre Leidenschaft erregt und das Sie ernsthaft sein, tun oder haben wollen, macht sich das RAS auf die Suche nach allen Möglichkeiten und Gelegenheiten, damit dieser tiefe Wunsch in Erfüllung geht.


3. Die Visualisierung sorgt dafür, dass Sie Menschen, Gelegenheiten oder Umstände anziehen, die Sie für die Erreichung Ihres Ziels benötigen.

Wenn Sie sich Ihr Ziel jeden Tag als bereits verwirklicht vorstellen, entsteht in Ihren Unterbewusstein ein Konflikt zwischen dem Ist-Zustand und dem gewünschten Soll-Zustand.

Ihr Unterbewusstsein will sich anfänglich dagegen wehren, auf Dauer bleibt ihm jedoch nichts anders übrig, als Ihren Ist-Zustand in die gewünschte und aufregendere Realität zu verwandeln.

An anderer Stelle wird dieser Prozess anhand von Affirmationen beschrieben; das vom Unterbewusstein herbeigeführte Resultat ist jedoch dasselbe:

Teilen Sie ein Blatt Papier in zwei Spalten ein.

In die linke Spalte schreiben Sie Ihre Affirmation Rechts schreiben Sie auf, welche Reaktion Sie haben, wenn Sie Ihre Affirmation laut aussprechen.


Schreiben Sie Ihre Gedanken immer so auf wie Sie sie auch sprechen würden und schließen Sie Ihren Namen ein.

Wiederholen Sie die Affirmation so lange, bis Sie Ihnen real erscheint oder bis Sie auf eine Reaktion stoßen, die Sie auf ein ernsthaftes Hindernis hinweist. Eine solche Reakton konnte zum Beispiel wie folgt aussehen:

Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Vergiss es!
Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Das glaub ich nicht!
Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Es darf gelacht werden!
Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Leg mal 'ne andere Platte auf.
Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Das Blatt hat sich gewendet.
Ich, Thomi, werde jeden Tag wohlhabender. Endlich geht es aufwärts!


Gegen Ende können Sie sehen, wie das Unterbewusstsein den negativen Gedanken überwindet und nicht mehr dagegen ankämpft.

Jetzt ist das RAS soweit geöffnet, dass es alles hereinlässt, was zur Erreichung Ihres Ziels beiträgt.

Sie wachen vielleicht des Morgens auf und haben völlig neue Ideen im Kopf. Oder es kommen Ihnen neue Einfälle beim Duschen oder Spazierengehen.

Dazu kommen ungeahnte Höhen der Motivation. Auf einmal tun Sie Dinge, die Sie näher an Ihr Ziel bringen. Ihr Selbstbild verändert sich und Sie trauen sich mehr zu. Sie sparen systematischer oder machen sich ernsthaft daran, Ihre Schulden abzutragen ...

Bedenken Sie, dass ständig etwa 8 Millionen Informationsbits auf Sie einströmen! Die meisten sind für Sie irrelevant und Sie könnten auf eine solch große Menge auch gar nicht reagieren.

Ihr RAS filtert deshalb die meisten dieser Informationseinheiten wieder aus und lässt nur diejenigen Signale durch, die Sie zum Überleben brauchen - oder um Ihre wichtigsten Ziele zu erreichen!

Damit Ihr RAS weiß, um welche Informationen es sich dabei handelt, können Sie zum Beispiel die oben beschriebene Spaltenübung machen - und/oder visualisieren.

Ihr RAS ist ein äußerst mächtiges Hilfsmittel, aber es kann sich nur anhand der Bilder orientieren, die Sie ihm vorgeben. Ihr Unterbewusstsein denkt nicht in Worten, es kann nur in Bildern denken. Es verwirklicht auch nicht das, was Sie denken, sondern das, was Sie fühlen!

Wenn Sie Ihrem Gehirn spezifische, plastische und lebhafte Bilder einpflanzen - es "prägen" (eine "Prägetechnik finden Sie im E-Book "Erfolgswissen für Fortgeschrittene"), macht es sich auf die Suche nach Informationen, um dieses Bild in Ihrem Leben zu verwirklichen.
Wenn Sie ihm ein Problem für 10.000 Euro vorgeben, wird es Ihnen eine Lösung für 10.000 Euro präsentieren.
Wenn Ihr Problem mit 100.000 Euro zu tun hat, wird die Lösung auf 100.000 Euro abgestimmt sein.

Wenn Ihr Vorstellungsbild eine ruhig gelegene Wohnung, eine harmonische Partnerschaft oder eine Fernreise beinhaltet, wird das RAS nach diesen Dingen Ausschau halten.

Wenn Ihre inneren Bilder jedoch von Missgunst und Angst geprägt sind, wird es Ihnen eben das bescheren.

"Jeder ist seines Glückes Schmied."

Ach ja, Visualisieren, wie macht man das?

Ganz einfach:

Sie schließen Ihre Augen
und stellen sich vor, dass Ihr Wunsch bereits erfüllt sei.

So bildhaft wie möglich!

(Eine ausgefeiltere Vorgehensweise finden Sie in Genevieve Behrends Buch Ihre unsichtbare Macht)

Allerdings ist es wenig erfolgversprechend, solche Übungen im Beeta-Zustand (dem Geisteszustand, in dem wir uns die meiste Zeit tagsüber befinden) zu machen. Vor allem Neville Goddard weist immer wieder darauf hin, dass ein "schlafähnlicher Zustand" die Voraussetzung sei.