So gewinnen Sie Ihr Herzblatt wieder für sich
und bleiben glücklich zusammen!


Geistiges Insiderwissen,
gepaart mit psychologisch wirksamen Verhaltensstrategien




Kapitel 67

Im Zweifel für das Herzblatt

Als Paar könnnen Sie eine ganze Reihe von Praktiken zum festen Bestandteil Ihrer Partnerschaft machen.

Diese sind relativ leicht umzusetzen. Zwar brauchen Sie keine meditativen Verrenkungen zu machen, dennoch können einige dieser Praktiken durchaus als spirituelle Übungen bezeichnet werden.

Warum?

Weil es sich um geistige Gewohnheiten handelt, die natürlich einer gewissen Pflege bedürfen.

Im Zweifel für das Herzblatt


Dieser Ratschlag leitet sich aus dem alten lateinischen Grundsatz der Unschuldsvermutung

In dubio pro reo


ab. Was bedeutet dies übertragen auf die Partnerschaft?

Wir alle tappen häufig in die Falle, anzunehmen, dass unser Herzblatt nicht auf unserer Seite stünde. Statt davon auszugehen, dass wir es mit einem Missverständnis zu tun haben, unterstellen wir eine feindliche Absicht.

Aus der Sozialpsychologie kennen wir den Begriff des Zuschreibungsfehlers.

Dies bedeutet, dass wir nicht in der Lage sind, die Eigenschaften eines anderes Menschen zu sehen. Wir sehen lediglich sein Verhalten in bestimmten Situationen. Daraus ziehen wir Rückschlüsse auf diesen Menschen.

Wenn unser Herzblatt einen Fehler macht, unterstellen wir ihm vielleicht einen Charaktermangel. Machen wir selber aber den gleichen Fehler, so sehen wir es nur als momentanen Ausrutscher an.

Im Zweifel für das Herzblatt zu denken, beginnt also damit, dass Sie davon ausgehen, dass Ihr Herzblatt nichts Böses im Schild führte. Es war lediglich ein Fehler.

Wenn Sie sich den Grundsatz „Im Zweifel für mein Herzblatt“ ständig vor Augen halten, gehen Sie von einer positiven oder zumindest doch von einer neutralen Haltung Ihnen gegenüber aus. Das heißt, dass Sie nicht unterstellen, dass Ihnen Ihr Herzblatt wehtun wollte.

Bekanntlich gibt es auch Ausnahmen, aber vorsätzliche Attaken sind genau das: Ausnahmen.

Mit der hier beschriebenen Haltung verstehen Sie, dass Ihnen Ihr Herzblatt unbeabsichtigt wehgetan hat. Dies ist wesentlich leichter zu verkraften. Schuldzuweisungen entfallen damit.

Woher kommt nun unsere Neigung, bei jedem Ausrutscher gleich das Schlimmste anzunehmen?

Nun, in unserem Stammhirn tragen wir immer noch ein uraltes Muster mit uns herum: Kämpfe oder fliehe.

In Urzeiten, als hinter jedem Baumstam eine Gefahr witterte, hat dieses Muster gute Dienste geleistet. Wenn der wilde Tiger auf Abendbrotsuche war, verhalf das Manchem zum Überleben.

Das Gehirn kann zwischen den Worten Ihres Herzblattes und dem Säbelzahntiger nicht unterscheiden. Das Gehirn registriert lediglich eine Gefahr – und schaltet auf Verteidigung. Auch wenn die Worte völlig harmlos gemeint waren!

Deshalb müssen wir uns das Motto “Im Zweifel für das Herzblatt“ einbleuen.

Andernfalls interpretieren wir Worte allzuleicht als Gefahr – und vergessen den rettenden Grundsatz bereits in der ersten Sekunde.

Denken Sie auch daran, dass Sie Teil eines Wir sind. Wenn Sie sich auf das Wir konzentrieren, fällt es wesentlich leichter, im Zweifel für das Herzblatt zu sein.
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