So gewinnen Sie Ihr Herzblatt wieder für sich
und bleiben glücklich zusammen!

Geistiges Insiderwissen,
gepaart mit psychologisch wirksamen Verhaltensstrategien



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Kapitel 56

Das Venn-Diagramm der tragfähigen Partnerschaft


Venn-Diagramm? Was soll das denn wieder sein?

Keine Sorge. Es handelt sich lediglich um eine Darstellungsform. Diese wird zwar hauptsächlich in der Mathematik verwendet - lassen Sie sich dadurch aber bitte nicht abschrecken.

Woher kommt dieser Name?

Das Venn-Diagramm, manchmal auch Euler-Venn-Diagramm gennant, wurde von einem englischen Logiker namens John Venn (1834 - 1923) entwickelt. Überschneidende Kreise (so genannte Eulersche Kreise oder Ellipsen) veranschaulichen die Beziehung zwischen den einzelnen Bereichen.

Und darauf kommt es uns hier an!


In diesen Kreisen sehen wir nun die wesentlichen Bestandteile einer gelungenen und tragfähigen partnerschaftlichen Liebesbeziehung - und deren Beziehung zueinander:


1. Genaue und realistische Wahrnehmung
2. Klare Mitteilung (Kommunikation)
3. Richtiges Handeln und Verhalten


Solange nur zwei dieser Elemente zusammen kommen, findet zwar bereits eine wichtige Wechselwirkung statt, ohne das dritte Element fehlt jedoch etwas.

Sehen wir uns diese drei Hauptelemente näher an:

1. Genaue und realistische Wahrnehmung

Damit ist gemeint, dass Sie und Ihr Herzblatt eine realistische Sicht voneinander haben, dass Sie nicht durch die rosarote Brille blicken.

Was verstehen wir unter "realistisch"?

Vorab: Keiner hat ein hundertprozentig realistisches Bild der Wirklichkeit. Wir haben alle unsere Scheuklappen und Wahrnehmungsfilter.

Dennoch gibt es einiges zu beachten:

Eine genaue Wahrnehmung bedeutet, dass Sie die Grundeinstellungen - die Paradigmen - Ihres Herzblattes verstehen. Wie sieht Ihr Herzblatt die Welt?

Als nächstes müssen Sie bedenken, dass Sie die Handlungen Ihres Herzblattes durch Ihr eigenes Paradigma (Denkmuster) filtern und interpretieren. Ihr Herzblatt ist also nicht wirklich so, wie Sie ihn/sie wahrnehmen. Das Bild, das Sie von Ihrem Herzblatt haben, ist teilweise verzerrt und unvollständig.

Um sich eine "realistische" Vorstellung von Ihrem Herzblatt zu machen, müssen Sie also bewusst an Ihren eigenen Wahrnehmungen arbeiten.
Sehr häufig fallen wir dem "Fluch der Unterstellung" zum Opfer: Wir nehmen einfach an, dass sich dies oder das so und so verhält. Nur weil es für uns so aussieht!

2. Klare Mitteilung

Eine klare Mitteilung ist nur möglich, wenn Sie eine möglichst genaue Vorstellung (realistische Wahrnehmung) von Ihrem Herzblatt haben.

Durch Unterstellungen, Spekulationen, Annahmen, Vermutungen und dergleichen wird das Bild verwässert und verzerrt.

Wie wir bereits in Kapitel 53 gesehen haben, ging die klassische Partnerschaftstherapie lange Zeit davon aus, dass das Hauptproblem in der Kommunikation bestünde.

Das Gespräch,
der Dialog,
der Austausch von Information,
die Kommunikation eben, ist der Lebensnerv einer funktionierenden Beziehung aber...

wenn der Blick durch eine verzerrte Wahrnehmung verstellt ist, redet man ständig aneinander vorbei!

Sich klar und unmmissverständlich mitteilen zu können, ist kein Naturtalent. Es ist eine Kunst! Und Kunst kommt von Können!

Hier kommen mehrere Bereiche zusammen:

a) Zeiteinsatz
b) Bewusste Vorrangstellung
c) Ablauf.

a) Der Zeiteinsatz


Wenn man der einschlägigen Literatur Glauben schenken darf, spricht das "normale Paar" täglich im Durchschnitt ...

nein, nicht eine halbe Stunde
auch nicht 15 Minuten
nicht einmal 5 Minuten, sondern ...

dreieinhalb (3 1/2!) Minuten miteinander.

Dies steht natürlich in krassem Gegensatz zu den 15 Stunden pro Woche, welche wir Ihnen empfehlen, beziehungsweise umgerechnet auf einen Tag:

gute 2 Stunden! Nicht am Stück, aber im Schnitt.


Bei einem "Tageseinsatz" von nicht einmal 4 Minuten kann natürlich keine Beziehung gedeihen. Sie müssen sich also Zeit nehmen für Ihre Liebe!

Ohne Liebe ist das Leben nicht lebenswert! Wie oft quetschen wir unsere Beziehungsangelegenheiten in einen gestressten Tag. Oder meinen, dass alles andere wichtiger sei und wenn dann noch Zeit übrig bleibt, dann kümmern wir auch noch ein bißchen um die Famile, die Kinder, unser Herzblatt.

So hat Ihre Liebe keine Chance!

b) Bewusste Vorrangstellung

Wenn Sie eine tragfähige Partnerschaft wollen,
müssen Sie absichtlich Zeit dafür einplanen!
Sie müssen sich bewusst um eine gemeinsame Zeit bemühen!


In dieser Zeit geht es um Ihre Beziehung, um Ihre Liebe.
Nicht um die Hypothek, nicht um Politik, nicht um die Arbeit.
Es geht um die Beziehung zwischen Ihnen beiden!

Erinnern Sie sich noch daran, als Sie frisch verliebt waren?
Was war so aufregend daran?
Welche Zukunftsträume hatten Sie?
Welche Ängste?

Und nun zum dritten Punkt:

c) Der Ablauf der Kommunikation.


Die gegenseitige Kommunikation muss zu einem festen Bestandteil des Alltags werden, zu einer lieb gewordenen Gewohnheit. Das Bedürfnis danach muss Ihnen in Fleisch und Blut übergehen!

Manche Leute sagen, sie hätten sich "auseinander gelebt". Übersetzt bedeutet das, dass sie schon sehr lange nicht mehr über ihre gemeinsamen Hoffnungen und Träume geredet haben.

Lassen Sie es nicht soweit kommen!

Flüsse, die auseinander fließen, entfernen sich immer mehr voneinander.

Manche werden zu Bächlein - und versickern irgendwo!

Gestatten Sie uns nochmals einen Ausflug in ein Teilgebiet der Mathematik und Physik:

Die Chaostheorie.

Die Chaostheorie besagt im Grunde nichts anderes, als dass kleine Ursachen sehr große - meist unvorhersehbare - Wirkungen haben können. Ein bekanntes Beispiel ist die so genannte Schmetterlingstheorie, welche diesen Effekt am Beispiel des Wetters veranschaulicht:

Der amerikanische Professor für Meteorologie Edward N. Lorenz hatte beobachtet, dass kleine Änderungen in seinen Anfangsdaten für ein Wettermodell, das er etwa 1960 auf einem Computer simulierte, stark abweichende Wetterstrukturen hervorrufen können. Am Anfang hatten die sehr kleinen Variationen kaum eine Auswirkung auf das Wetter. Mit der Zeit wurde diese Differenzen jedoch immer ausgeprägter:

Der Schlag eines Schmettlingsflügels im Amazonas kann einen Orkan in Europa auslösen.

Auch als Paar sind die Abweichungen, die Sie in Bereichen wie Hoffnungen und Lebensängste haben, vielleicht kaum nennenswert. Diese Abweichungen werden jedoch mit der Zeit größer werden, es sei denn ...

dass Sie einen ständigen Austausch pflegen!


Und damit sind wir beim richtigen Verhalten angelangt.

3. Richtiges Verhalten

Das Prinzip des richtigen Verhaltens ist dem Buddismus entlehnt. (dort heißt es: richtiges Handeln). In der hier gebrauchten Bedeutung meinen wir damit einen gesunden Umgang miteinander. Also das Gegenteil destruktiver Handlungen.

Dies war wieder viel Stoff in einem einzigen Kapitel. Hier deshalb eine Zwischenbilanz der wichtigsten Prämissen:

>> 1. Je genauer und realistischer Sie Ihr Herzblatt in Ihrer Partnerschaft wahrnehmen,
umso klarer können Sie sich mitteilen.
>>

2. Je klarer Sie sich mitteilen,
umso richtiger und wir-bezogener können Sie sich verhalten.

>> 3. Je richtiger Sie sich verhalten,
umso genauer können Sie wahrnehmen.


Das richtige Handeln hilft Ihnen also über ein weit verbreitetes Eigentorverhalten hinaus, das besagt:

Erst fühlen, dann handeln.

Wir haben ja bereits in Kapitel 30 gesehen, dass Gefühle nicht immer der beste Ratgeber sind. Mit dieser neu gewonnenen Einsicht, handeln Sie also nicht trotz Ihrer Gefühle, sondern unabhängig davon.

Sie befreien sich also aus dem Korsett der Gefühle, das Sie - und das Potenzial Ihrer Partnerschaft - einengen würde!

Und ein schöner Nebeneffekt ist, dass sich Ihr Herzblatt höchstwahrscheinlich ebenfalls anders verhalten wird. Selbst wenn Ihr Herzblatt lieber alles beim Bekannten und Vertrauten ließe, wird er/sie durch Ihre Verhaltensweise ebenfalls positiv beeinflusst!

Sehen wir uns nochmals das Venn-Diagramm einer tragfähigen Partnerschaft an:



Wir finden hier einige Elemente, auf die wir bisher noch nicht eingegangen sind:

Zunächst finden wir zwischen der genauen Wahrnehmung und dem richtigen Verhalten eine klare partnerschaftliche Linie.


realistische Wahrnehmung
klare Linie
richtiges Verhalten


Wenn Sie als Paar klare Vorstellungen voneinander haben (eine möglichst klare, realistische und unverfälschte Wahrnehmung) und sich richtig verhalten (richtig handeln), erhalten Sie eine klare Linie.

Diese Linie ist eine direkte Folges Ihres Verhaltens (Ihrer Handlungen) und Ihrer genauen Wahrnehmung.

Zwischen dem richtigen Verhalten und der klaren Mitteilung finden wir das Miteinander.


richtiges Verhalten
Miteinander
klare Mitteilung


Dieses Gefühl des Zusammengehörens entsteht aus Ihrem liebevollen Umgang und Ihrer Kommunikation (im Diagramm "Mitteilung" genannt). Durch dieses Miteinander verstärkt sich das Wir-Gefühl in Ihrer Partnerschaft.

Und dann haben wir noch das Verständis. Dieses finden wir zwischen der klaren Mitteilung und der realistischen Wahrnehmung.


klare Mitteilung
Verständnis
realistische Wahrnehmung

Das Verständnis ergibt sich daraus, dass sowohl Sie wie auch Ihr Herzblatt das Gefühl haben, dass Sie akzeptiert werden. Sie fühlen sich verstanden.

Sich verstanden zu fühlen, trägt ebenfalls zu einer Förderung des Wir-Gefüges bei.
Sie wissen, dass Sie im selben Boot sitzen. Wenn Sie sich nicht verstanden fühlen, ist es äußerst schwierig, ein Wir-Gefühl zu entwickeln; in diesem Fall heißt es dann "ich oder du".

Fehlt es an einer klaren Mitteilung und an einer realistischen Wahrnehmung, kommt es bald zu einem Kollaps der Beziehung.

Ein "Wir" hat dann keine Chance.


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