Der Tod.
Was kommt danach?



Das Thema "Tod" wird gerne verdrängt. Aber jeden Menschen interessiert, ob/was "danach" kommt.

Damit wir uns diesen Fragen nähern können, müssen wir uns zuerst fragen:

Wer bin ich?

Die meisten Menschen identifizieren sich mit den Rollen, die sie im irdischen Leben spielen (Beruf, Einkommen, Erziehung, Nationalität, Rasse, Familie, usw.).

Sie wissen zum Beispiel, das ist Herr Hubert Meyer, seit circa 25 Jahren verheiratet, Freizeitschiedsrichter, 3 erwachsene Töchter, wohnhaft in Dingsdorf, von Beruf Abteilungleiter bei der Firma Zeugs-fürs-Auto GmbH.

Das ist eine mögliche Sichtweise. Eine sehr oberflächliche, mit der sich die Meisten jedoch begnügen.

Wenn wir an uns selbst denken, sehen wir meist mehrere Identitäten, welche Carl Jung "Personas" genannt hat.

Unsere "Personas" erscheinen uns sehr real. Einige nehmen in unserem Bewusstsein eine lebenslange Rolle ein, andere dauern vielleicht nur wenige Augenblicke.

Wir dürfen diese "Personas" nicht unterschätzen, aber ...

das sind wir nicht wirklich!

Diese "Personas" (was übersetzt "Masken" bedeutet) sind auf unsere körperliche Erscheinung begrenzt.

Man möge Folgendes bedenken:

Menschen, die regelmäßig meditieren und in sich gehen, können manchmal über ihre "normale" Identität und ihre Alltagsrollen hinausgehen und betrachen diese gleichsam aus der Beobachterposition.

Sie stehen sozusagen über den Dingen und identifizieren sich nicht mehr mit ihren Launen, negativen Gedanken oder äußeren Rollen.

Albert Einstein hatte es so ausgedrückt:


"Der Mensch ist ein Teil des Ganzen, das wir Universum nennen – ein in Raum und Zeit begrenzter Teil. Wir erfahren uns, unsere Gedanken und Gefühle als etwas vom Rest Getrenntes – eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins. Diese Täuschung ist für uns eine Art Gefängnis, die uns auf unsere persönlichen Wünsche, und auf die Gefühle für die wenigen Personen reduziert, die uns am nächsten sind. Unser Ziel muss es sein, uns aus diesem Gefängnis zu befreien, indem wir den Kreis unserer Nächstenliebe so erweitern, dass er alle lebenden Wesen und das Ganze der Natur in ihrer Schönheit einschließt. Der wahre Wert eines menschlichen Wesens wird bezeichnet durch das Maß und den Sinn, in dem es Befreiung vom Selbst erlangt hat. Wir werden eine grundlegend neue Art des Denkens notwendig haben, wenn die Menschheit überleben soll."


Eigentlich seltsam, dass man in irgendeinem amerikanischen Labor sein Gehirn aufbewahrt, wo man doch ohne Weiteres anhand seiner eigenen Erkenntnisse erkennen könnte, dass der Mensch keineswegs mit seinem Gehirn, Körper, seinen geistigen Einstellungen oder Identitäten gleichgesetzt werden kann.

Was geschieht nach dem Tode?

Es gibt Menschen, die diese Frage brennend interessiert. Andere scheint es nicht zu kümmern (oder sie tun zumindest so).

Was wird vom "Leben danach" halten - oder nicht - wirkt sich jedoch auch auf unser Diesseits aus.

Immer mehr kommt auch die Wissenschaft zu der Ansicht, dass das Bewusstsein jenseits von Körper und Gehirn lebt. Neville Goddard und andere Denker waren/sind davon überzeugt, dass das Bewusstsein die einzige Realität sei. Sie betrachteten das, was von den meisten Menschen über die Sinne aufgenommen und als "Realität" bezeichnet wird, als das Reich des Vergänglichen und "Schatten" der wahren Realität: des einzigen Bewusstseins.

Doch zurück zur Wissenschaft:

Pim van Lommel ist ein niederländischer Kardiologe und Wissenschaftler. Es beschäftigt sich seit etwa 40 Jahren intensiv mit Nahtod-Erfahrungen.

Damals erzählte ihm ein Patient von seinen Nahtod-Erfahrungen. Aber erst, als er das Buch Rückkehr von morgen des amerikanischen Arztes George Ritchie gelesen hatte, befasste sich Van Lommel wissenschaftlich mit diesem Thema.

Er befragte alle seine Patienten und wollte wissen, ob sie sich ab dem Zeitpunkt, an dem ihr Herz zu schlagen aufgehört hatte, noch an etwas erinnern.

Einige Patientenaussagen:

"Ich sah von oben auf meinen Körper hinunter. Ich konnte die Ärzte und Krankenschwestern sehen, wie sie um mein Leben kämpften. Ich konnte auch hören, was sie sagten.
Dann bekam ich ein warmes Gefühl und war in einem Tunnel.
Am Ende des Tunnels war ein warmes, weißes Licht. Es gab mir ein Gefühl des Friedens und Geborgenseins. Ich schwebte darauf zu. Das warme Gefühl wurde immer stärker. Ich sah mein Leben an mir vorüberziehen.
Auf einmal spürte ich die Schmerzen des Unfalls wieder und fand mich wieder in meinem Körper. Diese Erfahrung ist ein Segen für mich, weil ich jetzt weiß, dass Körper und Seele getrennt sind und es danach weitergeht.
Tod ist nur ein anderes Leben".

"Ich wurde vom Körper losgelöst und schwebte um ihn herum. Ich konnte das Zimmer und meinen Körper von außen sehen, obwohl meine Augen geschlossen waren.
Mir kam es vor, als ob ich jetzt tausend Mal schneller und klarer "denken" könnte. Dann kapierte ich, dass ich jetzt tot war. Es war ein Gefühl des absoluten Friedens, völlig ohne Angst und Schmerz".

"Ich sah einen Mann, der mich freundlich ansah, aber ich kannte ihn nicht. Später habe ich von meiner Mutter erfahren, dass ich ein außereheliches Kind war. Mein Vater war ein Jude, der im Zweiten Weltkrieg deportiert wurde und umkam. Meine Mutter zeigte mir ein Foto. Das war der Mann, den ich Jahre zuvor während meiner Nahtod-Erfahrung gesehen hatte".


Wir sehen bei all diesen Schilderungen - und auch bei denen, die wir Elisabeth Kübler-Ross und Raymond Moody zu verdanken haben - dass eine Loslösung vom Körper stattfand.

Ebenfalls auffallend sind die Ähnlichkeiten zwischen den einzelnen Beschreibungen:

  • Friedlichkeit
  • Tunnel
  • Licht
  • Wiedersehen mit "Verstorbenen"
  • Enttäuschung darüber, wieder in den Körper zu müssen ...

    Dabei spielen Alter, Geschlecht, Rasse, Personenstand, Religion, gesellschaftliche Stellungen, Wohnsitz und andere äußere Faktoren keine Rolle.

    Pim van Lommel schreibt, dass sich einige Menschen nach der Rückkehr in den Körper "eingeschränkt" gefühlt hätten.

    Andere berichten, dass sie ihre Furcht vor dem Tode verloren hätten.

    "Die Leute sind sind sich der Abläufe nicht nur bewusst", schreibt van Lommel "sie haben sogar noch ein erweitertes Bewusstsein. Sie denken extrem schnell, gehen geistig in die früheste Kindheit zurück und verspüren eine intensive Verbindung mit allem und allen um sie herum. Aber unsere Geräte zeigen keine Gehirnaktivität an."

    "Was ist das Bewusstsein? Wo ist es? Wer bin ich wirklich? Wer beobachtet, wenn ich meinen Körper von außerhalb sehen? Was ist Leben? Was ist Tod?"

    Van Lommel erklärt, dass ihn seine Forschungen zu der Überzeugung gebracht hätten, dass das Gehirn keine Bewusstheit erzeugt. Für ihn sind Körper und Gehirn Informationsempfänger/Sender, ähnlich wie ein Computer oder Fernseher:

    "Man könnte das Gehirn mit einem Fernsehgerät vergleichen, das auf bestimmte elektromagnetische Wellen geeicht ist und diese in Bild und Ton umsetzt.

    Unser Tagesbewusstsein reduziert alle Informationen auf eine einzige Wahrheit, die wir als "Realität" erfahren.

    Während der Nahtod-Erfahrung sind die Menschen jedoch nicht mehr auf ihren Körper oder auf ihr Tagesbewusstsein beschränkt. Deshalb erfahren sie wesentlich mehr Realitäten."


    Daraus können wir Folgendes ableiten:

    Was der Mensch wirklich ist - egal, wie man das nennen will (Seele, Bewusstsein ...) - ist nicht gleichzusetzen mit dem Körper oder Gehirn.

    Auch wenn der Körper stirbt, lebt das Bewusstsein weiter!

    Um nochmals Pim van Lommel zu zitieren:

    "Ich erkenne nun, dass alles aus dem Bewusstsein stammt. Ich verstehe jetzt, dass der Mensch seine eigene Realität aufgrund seines Bewusstseins und seiner Absicht erschafft.

    Das Bewusstsein ist die Lebensbasis und im Leben geht es vor allem um Anteilnahme, Mitfühlen und Liebe."



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