Unser innerer Türsteher




Erinnern Sie sich noch an den Song "Mind Games" aus dem Jahre 1973? Es war das vierte Solo-Studioalbum John Lennons nach der Auflösung der Beatles

Um "Mind Games" (Gedankenspiele) geht es auch in diesem Beitrag.

In jedem von uns befindet sich ein unsichtbarer "Türsteher", der uns das Weiterkommen bzw. das Erreichen unserer Wünsche und Sehnsüchte erschwert oder gar unmöglich macht.

Wir alle nutzen nur einen Bruchteil unseres geistigen Potenzials. Orison Swett Marden schrieb zu Beginn des 20. Jahrhunderts:


"Tief im Menschen schlummern Mächte, die ihn in Erstaunen versetzen würden; Mächte, die er sich nicht zu träumen wagte; Mächte, die sein Leben umkrempeln würden, wenn er sie nur aktivieren würde."

Doch etwas ist noch gewaltiger als diese Mächte. Dieses "Etwas" hindert Sie am Durchbruch, es verbaut Ihnen den erhofften Erfolg, es bremst Sie aus, es lähmt Sie.

Was könnte dieses "Etwas" sein?

Es ist etwas Inneres, ein Teil von Ihnen.

Es sabotiert und boykottiert Sie eben über die eingangs genannten Gedankenspiele. Es redet Ihnen ein, dass "dafür auch später noch Zeit" sei, oder dass  die "Voraussetzungen nicht reif" seien oder dass es jetzt "etwas Wichtigeres" zu tun gäbe.

Es gibt Ihnen scheinbar plausible Erklärungen, wieso andere rascher vorankommen oder wieso dem Nachbarn etwas gelingt, was Ihnen verwehrt ist.

Es redet Ihnen ein, dass Sie nicht genug Geld (Begabung, Zeit, Ausbildung, Fähigkeiten ....) hätten.

In einem alten Buch, das es bereits für einen viertel Euro zu beziehen gibt ("Tun Sie's doch"), bezeichnet die Autorin, Irene Kassorla, dieses "Etwas" als den "Schlossverwalter":


"Ihr Ego spielt die Rolle eines Schloßverwalters, der Tag und Nacht durch die Hallen des alten Gebäudes schlurft und nach dem Rechten sieht.
Seine Aufgabe ist es, Ihre Verhaltensweisen zu überprüfen und darauf aufzupassen, dass sich um Sie herum nichts verändert.
Alles beim alten zu belassen, ist für ihn gleichbedeutend damit dass "alles in Ordnung" ist.

Der Verwalter fühlt sich dabei wohl, dass er sich an seinen Status Quo klammert. Darum achtet er darauf, dass Sie auch heute noch alles so tun, wie Sie es schon vor Jahren taten. Selbst wenn Ihre Verhaltensmuster Sie zum Verlierer gestempelt haben sollten, ist er damit zufrieden. Hauptsache, Sie machen so weiter bis bisher.

Um sich mit Ihnen zu unterhalten, benutzt der Verwalter Ihre Träume. Darin warnt er Sie: "Wenn du dich veränderst, wird etwas Fürchterliches geschehen ... Schlimmer noch, du wirst mich nicht mehr brauchen können und ich bin meine Lebensstellung los. Sei vernünftig!"

(S. 349)

Das Spiel, das dieser "Verwalter" oder "Türsteher" mit  Ihnen treibt, heißt

Selbstsabotage

Dieser "Verwalter" ist wie ein König im Schachspiel. Er steht Ihnen im Wege.

Mit Logik hat dieses Spiel nichts zu tun, es spielt sich ausschießlich auf der Gefühlsebene ab.

Diesem "Türsteher" geht es nur darum, dass Sie überleben und "sicher" sind. "Sicher" bedeutet für ihn, dass Sie dort bleiben, wo Sie bisher auch schon waren.

Immer auf Nummer Sicher zu gehen und niemals kalkulierte Risiken einzugehen, garantiert allerdings nur eines: ein monotones und fades Leben, das sich im Materiellen erschöpft.

Damit soll nicht der Leichtsinnigkeit das Wort geredet werden. Sie sollen aber hellhörig werden, wenn Sie sich "zu müde", "nicht motiviert genug" oder "unvorbereitet" fühlen - vielleicht ist dies wieder nur ein Ego-Trick (weitere finden Sie in den hundert Folge-Mails zum E-Book "Wenn ich könnte wie ich wollte").

Nehmen Sie sich Mardens obigen Ausspruch zu Herzen.

Sie werden erstaunt sein, was in Ihnen steckt, sobald Sie sich den Risiken stellen.

Same und Ziegelstein

Sobald Sie den Ziegelstein wegnehmen, der auf dem Samen liegt, zieht der Same aus der Luft und aus der Erde alles an, was er zum Wachstum braucht.

Diese Analogie soll Ihnen helfen, Ihrem Erfolgspflänzchen Luft zu verschaffen.

Denken Sie auch an regelmäßige "Bewässserung". Dies ist in diesem Fall der Fokus.

Und sorgen Sie für die richtigen Nährstoffe (konstruktive und aufbauende Gedanken und Gefühle).

Wenn Sie dann auch noch die negativen und begrenzenden Gedanken jäten, wird der Weg langsam frei!