Richtig
visualisieren!



Visualisationen gehören zum Grundsortiment des bewussten Erschaffers. In unserer Gratis-Broschüre "So klappt es sicher" wird diese Technik als eine der drei wichtigsten genannt.

Allerdings wird in diesem Bereich auch vieles versprochen, was nicht der Wahrheit entspricht. Die Folge ist dann, dass der betreffende Mensch zu dem Schluss gelangt, dass "dieses Zeug (bei mir) nicht funktioniert".

Und es funktioniert ja auch tatsächlich nicht - solange man von verkehrten Voraussetzungen ausgeht und meint, dass sich nun alles quasi von selbst fügen würde.

Visualisationen funktionieren!

Und Sie sollten Sie zum festen Bestandteil Ihres Alltags machen!
Doch vermeiden Sie bitte folgende Fehler:

Fehler Nr. 1:
Anzunehmen, dass Visualisierungen an sich bereits etwas erschaffen würden.


Und so macht sich der falsch informierte Mensch ans Werk und visualisiert. Er ist gefühlsmäßig beteiligt und achtet auch auf Regelmäßigkeit.

Aber nichts tut sich.

Warum?

Weil es - in den allermeisten Fällen zumindest - ohne das Tun nicht geht!


"Ob man nur träumt oder seine Vorstellungskraft konstruktiv benützt, lässt sich daraus ablesen, ob auf eine geistige Arbeit auch das Tun folgt ..."

(Dorothea Brande, "Ab jetzt gelingt's", Seite 95)


Zwar sollte das Tun niemals an erster Stelle stehen, aber sobald sich der entsprechende Handlungsdrang bemerkbar macht, ist diesen Eingebungen Folge zu leisten. Sonst stellt das Unterbewusstsein bald wieder seine Mitarbeit ein!

Fehler Nr. 2:
Das Gewünschte als etwas Fehlendes betrachten


Oftmals wird empfohlen, sich das Angestrebte auf einer Art innerer Leinwand vorzustellen.

Der Haken dabei?

Damit wird dem Unterbewusstsein vermittelt, dass jemand anderer - nicht Sie! - das Ziel erreicht habe.

Nur dann, wenn Sie sich selbst einbringen und in das Bild einbringen, werden Sie Erfolg mit dieser Technik haben!


"... Der dritte Schritt besteht darin, dass Sie in Ihrer geistigen Vorstellung das durchleben, was Sie auch erleben würden, wenn sich jetzt die physische Verwirklichung Ihres Wunsches abspielte.
Diese Szene müssen Sie zunächst in Ihrer Vorstellung aufbauen, da die Vorstellung die Durchgangspforte zur angestrebten Realität ist.
Nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft jedoch als Könner und nicht als bloßer Zuschauer, sondern als aktiv Mitbeteiligter, der vom Zustand des Verwirklichten aus denkt und handelt ..."
Neville Goddard, Bewusstsein ist alles, Seite 50

Sie stellen sich also lebhaft und gefühlsintensiv vor, dass Sie selbst, in der ersten Person, gerade dabei sind, das Gewünschte zu erleben!
Sie nehmen in Ihrer Vorstellung aktiv am Geschehen teil.

Mit anderen Worten: Sie sind nicht bloß Zuschauer oder Zuschauerin, sondern gaukeln dem Unterbewusstsein vor, dass Sie sich bereits in der Wunschsituation befänden.

Sie können sich zusätzlich und verstärkend auch technischer Hilfsmittel oder selbsterstellter Collagen bedienen.
Auf dem obigen Bild haben wir beispielsweise eine Stadt in der Provence. Sollte Ihr Ziel eine Reise an die Côte d'Azur sein, könnten Sie ein solches Bild verwenden und dann mit einem Bildbearbeitungsprogramm Ihren eigenen Kopf einbauen.

Bringen Sie möglichst viele Sinne ein!
Je plastischer und wirklichkeitsnäher Sie sich den Ablauf vorstellen können, umso besser!

Fehler Nr. 3:
Untätig bleiben


Dieser Punkt wurde bereits angedeutet.
Wir haben gesehen, dass die innere Vorstellung nicht zwangsläufig auch das äußere Erleben verändert. Sie verändert aber in jedem Fall unser inneres Universum.

Das Unterbewusstsein ist ein Filter. Ein jeder von uns erhält viel mehr Sinneseindrücke als wir verarbeiten und verkraften könnten. Deshalb sortiert das Unterbewusstsein alles aus, was es für irrelevant erachtet.

Andererseits sorgt es - über das retikuläre Aktivierungsystem - dafür, dass wir auf etwas aufmerksam gemacht werden, das uns gerade besonders stark beschäftigt oder interessiert. Jeder, der sich für ein neues Auto interessiert hat, hat dies bereits erlebt.

In dem bei uns als zweisprachiges E-Book erhältlichen hervorragenden Werk von Geneviève Behrend, "Ihre unsichtbare Macht" - ein Klassiker im Bereich der Visualisierung! - erzählt uns die Autorin, dass es ihr größter Wunsch war, von New York nach Cornwall zu reisen, um bei Thomas Troward zu studieren.
Sie hatte sich ausgerechnet, dass sich Reise-, Unterkunfts- und Studienkosten auf 20.000 Dollar belaufen würden.

Das war damals, im Jahre 1912, eine Menge Geld! Sie hatte es nicht.

Jeden Morgen zählte sich geistig zwanzig Tausend-Dollar Noten durch und stellte sich vor, wie sie ihr Schiffsbillet nach England kaufen, vom Schiff aus auf Meer blicken und dann von Thomas Troward als Schülerin akzepiert werden würde.

Eines Tages ging sie in New York spazieren und lies sich diese Angelegenheit durch den Kopf gehen. Dabei kam ihr der Gedanke, dass sie das Geld dann haben würde, wenn sie geistig davon Besitz ergreifen würde.

Von da an zählte sich die zwanzig Tausend-Dollar-Scheine mit einer anderen Geisteshaltung durch: Sie tat es mit innerer Zuversicht und Erfolgsgewissheit!
(Dies ist ja auch das, was Wallace Wattles immer wieder betont hatte).

Sie wusste zwar immer noch nicht, wo das Geld herkommen sollte, aber das spielte nun auch keine Rolle mehr: Sie wusste, dass sie es kriegen würde!

Innerhalb von sechs Wochen hatte sie dann die 20.000 Dollar!

Sie hatte es nicht beim Visualisieren belassen, sondern brachte Glaube und Gewissheit ein - und sie wurde aktiv!

Damit vermittelte sie ihrem Unterbewusstsein, dass es ihr ernst mit der Sache war.


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