Warum geht es
immer wieder schief?



Der Film The Secret hat Millionen von Menschen aufgezeigt, dass sie sich nicht mit den Umständen abzufinden brauchen; dass sie eine Macht in sich tragen, die es ihnen gestattet, den Lebenskurs selbst zu bestimmen.

Das war zumindest ein Anstoß.

Nun kann in einem Film nicht alles so ausführlich dargestellt werden, wie zum Beispiel in einem Seminar oder Workshop. Und in der Tat lässt dieser Film zwei wichtige Aspekte außer acht:

1. Das Tun oder Handeln.

Es könnte der Eindruck entstehen, als wäre es bereits damit getan, seine Affirmationen zu scheiben, die Ziele zu visualisieren und dankbar auf die Erfüllung zu warten.

Eine solche Vorgehensweise ist naiv und kann nur zur Enttäuschung führen!

(Und nein, "Handeln" ist nicht "Aktionismus". Wer nicht mehr loslassen kann, wer das Handy auch im Urlaub "braucht", steht sich ebenfalls selbst im Wege.

Wenn Sie nicht mindestens eine Stunde mit sich alleine sein können - ohne Musik, ohne Fernsehen, ohne Computer, ohne Bücher - können Sie sich selbst nicht genug leiden. "Einsam" ist nicht derjenige, der "alleine" ist. "Einsam" ist derjenige, der mit sich selbst nichts anfangen kann).

2. Der zweite Aspekte sind die unbewussten Blockladen. Das sind die geistigen Viren, die vor keinem Menschen halt machen. Das Tückische an diesen inneren Saboteuren ist, dass sie uns nicht bewusst sind.




Dieter hat ein Ferienhäuschen, das er vermietet. Jedesmal erhält er Gäste, die seine Möbel zerkratzen und das Besteck entweden.

Franz hat schon dreimal versucht, mit einem Geschäftspartner etwas “aufzuziehen”; immer gerät er an “Partner”, die ihn übers Ohr hauen.

Rita besucht die Diskothek. Es sind fünfhundert Leute im Raum. Am andere Ende sitzt Rolf, der Frauenhasser, an der Bar. Rita hat schlechte Erfahrungen mit Männern, sie respektieren sie nicht. Rolf sieht anders aus als ihr Verflossener Thomas, er hat einen anderen Job, aber die geistige Struktur ist dieselbe wie bei Thomas. Und Rita findet ihn – obwohl noch 499 andere Leute in der Disko sind.

”Wieso gerate ich immer an dieselben Typen?”, heult sie ihrer Freundin Elke vor.

Diese Beispiele sind frei erfunden. Aber sie bringen uns zum Thema der unbewussten Blockaden, der Opferhaltung, die alles nur noch schlimmer macht.




Wir haben hier viele Sommerarbeiter aus der Westsahara. Dieser Landstrich ist seit dreißig Jahren von Marokko besetzt.

Die Saharouis sind freundliche und hilfsbereite Leute, aber man merkt sehr schnell, dass sie von einem geistigen Virus befallen sind: sie sehen sich als Opfer.

Und so verlässt sich – zumindest die ältere Generation – auf internationale Hilfeleistungen und siecht vor sich hin, ohne aktiv etwas zu bewegen, denn “wir haben ja kein eigenes Land”.




Als Menschen filtern wir die Informationen, die auf uns zukommen. In der Tat unterscheidet die Psychologie über zwanzig “Löschfilter”, der Großteil dessen, was sich um uns herum befindet, wird schichtweg aus unserem Bewusstsein gelöscht.

Sicherlich kennen Sie aus eigener Anschauung, dass Sie sich ein Auto, einen Badezimmerschrank oder sonst etwas anschaffen wollten, und auf einmal waren die Straßen mit diesem Autotyp, mit dem Sie liebäugeln, voll, oder Sie sehen überall Badezimmerschränke in den Schaufenstern.

Vielleicht wollten Sie auch Ihre Ernährung umstellen und mehr vegetarische Kost zu sich nehmen. “Auf einmal” bemerken Sie solche Restaurants, an denen Sie seit Jahren schon vorbeigegangen sind.

Wo kommen unsere inneren Blockaden her?

Hierfür sind eine Reihe von Ursachen verantwortlich: genetische Veranlagung, Milieu – vor allem in der frühen Kindheit -, Lebenserfahrungen, innere Selbstgespräche und, nicht zuletzt, die Medien:

Diesen Bereich wollen wir uns kurz anhand der Einstellungen zu Geld ansehen. Warum ausgerechnet Geld?
Ist Geld das Wichtigste?

Nein, aber es ein Fünftel des wahren Wohlstands.

Es ist auch das Streitthema Nummer eins in Ehen und Partnerschaften und wenn die finanzielle Lage wirklich brenzlich wird, greift sie mit Sicherheit auch die Gesundheit an.

Die fünf Wohlstandsbereiche müssen nicht ausgeglichen sein. Das wären dann 20 Prozent pro Bereich.

Kein Mensch lebt so!

Aber sie müssen harmonisch zusammenwirken. Wie ein Orchester. Wenn ein Orchester fünf Spieler enthält, spielt nicht die Geige 20 Prozent, der Kontrabass 20 Prozent, die Flöte 20 Prozent und so weiter, aber sie spielen harmonisch zusammen.

Es geht also nicht um eine ausgeglichene, sondern um eine harmonische Lebensführung!

Hier nun also einige Gedankenanstöße, die teilweise erklären, wieso sich so viele Menschen bei dem Thema Geld unwohl fühlen:

Anfang der Siebzigerjahre lief im deutschen Fernsehen eine amerikanische Serie namens M.A.S.H. Es ging um ein Ärzteteam im Koreakrieg. Einer der Ärzte war “Charles”. Charles war ein “Reicher”, er hörte Opernmusik im Offizierszelt und las Bücher, während andere zockten.

Und er war die ständige Zielscheibe der Streiche seiner Kameraden.

Wären die selben Streiche einem “armen Jungen vom Lande” gespielt worden, hätte sich das Publikum empört.


Oder denken Sie an Fernsehserien wie “Dallas”, “Dynasty”, “House” oder andere. Die Reichen sind immer die Intriganten, die sich nichts um das Wohl anderer scheren.




Solche Beispiele ließen sich seitenweise aufführen. Nicht nur im Fernsehen, auch im Film oder in Romanen. Egal, ob wir den Kinohit “Titanic” nehmen, oder “Spiderman” oder “Harry Potter”.

Und übrigens: Spiderman, Batman, Superman, Wonder Woman und Harry Potter hatten noch etwas gemeinsam: Alle waren sie Waisen!

Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Regisseure, Autoren oder Songschreiber verschworen hätten, ihre Kunden arm zu halten. Aber in diesen Werken werden geistige Viren verbreitet, von denen die Verfasser höchstwahrscheinlich selbst nichts wissen.


Materieller Wohlstand ist sicherlich nicht alles. Und wer nur Geld verdient, hat auch nichts Besseres verdient. Ein dicker Wagen und eine große Villa sind noch keine Anzeichen für Wohlstand. Ein solcher Mensch hat vielleicht nur Geld und sonst nichts. Wenn es ihm an der fünften Komponete – dem spirituellen Wohlstand – fehlt, ist er ein armer Tropf. Diese Leute werden dann zu Zynikern, Madigmachern und gieren ständig nach mehr.

Spiritueller Wohlstand bedeutet vor allem eine eigene spirituelle Erfahrung zu haben, sich der Gottesgegegenwart bewusst zu sein. Das hat nichts mit einer bestimmten Religion oder Glaubensrichtung zu tun. Jemand, der seit zehn Jahren keine Kirche mehr von innen gesehen hat, kann spiritueller sein als der Gemeindepfarrer.

Dies ist ein Bereich, der mit Worten nicht mehr vermittelbar ist.

Jemand kann jahrelang Bücher eine chemische Verbindung aus Sauerstoff und Wasserstoff wälzen und Vorträge über Wassermoleküle, Elektrolyse und Ökosysteme halten – wenn er aber nie selbst erfahren hätte, was “Wasser” ist, wäre alles nur graue Theorie.




Fisch-Sohn und Fisch-Vater schwimmen im Meer umher. Fisch-Sohn fragt: “Papi, was ist das eigentlich, der Ozean, von dem alle reden?”

Fisch-Vater: “Nie gesehen!”




Und was tun Sie mit Ihrem Vermögen, nachdem Sie “in Geld schwimmen?”

Dann können Sie es verschenken.

Um Geld geht es nämlich gar nicht. Es geht um den Menschen, der Sie werden mussten, um mit soviel Energie umzugehen!