Wie der Mensch denkt,
so ist er!







Inhaltsübersicht

Einleitung
Kapitel 1:
Gedanken und Charakter
Kapitel 2:
Die Auswirkung von Gedanken auf die Lebensumstände
Kapitel 3:
Die Auswirkung der Gedanken auf Gesundheit und Körper
Kapitel 4:
Gedanken und Lebensinhalt
Kapitel 5:
Der Gedankenfaktor bei der Zielerreichung
Kapitel 6:
Visionen und Ideale
Kapitel 7:
Gelassenheit


Kapitel VII

Gelassenheit


Der Seelenfriede gehört zu den schönen Perlen der Weisheit.
Er ist das Ergebnis einer langen und geduldigen Bemühung um Selbstbeherrschung und eines überdurchschnittlichen Wissens um die Gesetze und Funktionsweise des Denkens.

Ein Mensch wird in dem Maße ruhig, in dem er sich selbst als ein Werdender versteht. Denn eine solche Einsicht verlangt das Verständnis der Mitmenschen als Ergebnis des Denkens und je mehr er das richtige Verständnis erwirbt und die innere Beziehung zwischen den Dingen als das Ergebnis von Ursache und Wirkung begreift, umso weniger wird er ein Theater inszenieren, vor Wut aufbrausen, sich grämen und schimpfen.

Er bleibt ausgeglichen, standhaft, gelassen!

Der in sich ruhende Mensch, der gelernt hat, aus seiner Mitte zu handeln, weiß, wie er sich an andere anzupassen hat. Diese wiederum schätzen seine geistige Festigkeit. Sie spüren, dass sie vom ihm etwas lernen können und verlassen sich auf ihn. Je ruhiger ein Mensch wird, um so größer sind seine Erfolge, sein Einfluss, sein gutes Geschick.

Selbst der kleine Händler wird feststellen, dass seine Geschäfte umso besser gehen, je mehr seine Selbstbeherrschung und sein inneres Gleichgewicht zunehmen, da es die Menschen vorziehen, mit jemanden umzugehen, dessen Benehmen ausgeglichen ist.

Der starke, ruhige Mensch wird immer geliebt und geachtet.
Er gleicht einem Schatten spendenden Baum auf durstigem Gelände oder einem Schutz bietendem Fels im Sturm.

Wer möchte nicht ein ruhiges Gemüt, ein rundes, balanciertes Leben?

Es spielt keine Rolle, ob es regnet oder ob die Sonne scheint, oder welche sonstigen Änderungen in das Leben eines Menschen treten, der ein solches Gemüt hat, da diese Menschen immer heiter und gelassen sind, eine Oase der Ruhe. Die Ausgeglichenheit des Charakters, welche wir Gelassenheit nennen, ist der letzte Schliff einer Kultur.
Er ist die Blüte des Lebens, der Ertrag der Seele.

Wie unbedeutet macht sich dagegen das nur auf Geld schielende Menschlein gegenüber einem gelassenen Geist aus! Ein Leben, das im Meer der Wahrheit gedeiht, unter den Wellen, von den Gewittern nicht erreichbar, ist immer heiter und gelassen!
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