Charles Sherlock Fillmore
(1854 - 1948)




Charles Fillmore war Begründer der Unity Church, einer spirituellen Lebensphilosophie innerhalb der Neugeistbewegung.

Als Zehnjähriger brach er sich beim Schlittschuhlaufen eine Hüfte, was ihm eine lebenslange Behinderung einbrachte. Trotz einer nur geringen formellen Schulbildung studierte er bereits in jungen Jahren die Schriften von Shakespeare, Tennyson, Emerson und Lowell und interessiert sich sehr stark für östliche Religionen und Metaphysik.

Seine spätere Frau Myrtle lernte er etwa im Jahre 1875 in Texas kennen. Nachdem er dort arbeitslos geworden war, zog er in den Bundesstaat Colorado, wo er im Bergbau und in der Immobilienbranche tätig war. Nach der Vermählung mit Myrtle etwa im Jahre 1881 gründete er mit einem Partner ein Maklerbüro und später die "Church of Divine Science".

Nach der Geburt der ersten beiden Söhne siedelte die Familie nach Kansas City um. Sowohl die Tuberkolose seiner Frau als auch sein eigenes Hüftleiden besserten sich, was sie beide auf Gebete und andere Methoden zurückführten, die sie bei Dr. E. B. Weeks, einem Vortragsreder, der neugeistliches Wissen vermittelte, erlernt hatten.

1889 zog sich Charles Fillmore von seinen geschäftlichen Aktivitäten zurück und widmete sich ausschließlich einer Gebetsgruppe, die später den Namen "Silent Unity" erhalten sollte.

Im selben Jahr fing er auch mit der Herausgabe einer Zeitschrift, "Modern Thought", an, welche unter anderem deshalb bekannt wurde, weil sie die Schriften des damals 27jährigen William Walker Atkinson akzeptierte.

Charles Fillmore war selbst nicht daran interessiert, die Unity Church zu einer Glaubensrichtung zu machen, seine Schüler wollten jedoch eine organisiertere Gruppe. So kam es, dass Charles und Myrtle Fillmore im Jahre 1906 offizielle Vertreter dieser Einrichtung wurden.

Grundideen

Zwei zentrale Prämissen Fillmores sind:

1. Gott ist gut!

2. Gott steht zur Verfügung und ist in Ihnen!

Für Fillmore war Gott das Prinzip der Liebe und Intelligenz, die Quelle allen Guten. Gott ist deshalb überall dort, wo er gebraucht wird.

Aus diesem Grunde sei es nicht nötig, dass sich die Menschen zum Zwecke der Einkehr, Besinnung und des Gebets an bestimmten Orten versammeln.


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