Die Offenbarung
eines Eingeweihten


Eine klassische Erzählung vom
Geheimnis des Erfolgs





Kapitel 11


Und nun folgt der erste Schritt in diese Richtung:

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie dringend in eine bestimmte Stadt gelangen müssten. Wenn Sie in Ihren Wagen steigen, haben Sie bereits ein geistiges Bild Ihres Zielortes und steuern auf dieses Ziel zu. Sofern dieser Ort weit weg ist, können Sie sich unterwegs vielmals verirren; sobald Sie dies aber merken, machen Sie kehrt und kehren wieder auf Ihre Hauptstraße zurück. Dabei werden Sie gelenkt von ....

Richtig! Von Ihrem geistigen Bild. Dieses wird Sie letztendlich ans Ziel bringen.

Sie haben also ein festes Ziel vor Augen - bis Sie es erreichen. Dabei brauchen Sie keineswegs besondere Mühe oder Anstrengung aufzuwenden. Sie lenken Ihr Auto einfach wieder auf den richtigen Weg zurück.

Dies gilt auch für andere Bereiche. Zunächst gilt es, sich ein festes Ziel zu setzen. Nur dann kann etwas Großes überhaupt erreicht werden.

Was meine ich nun mit dem Begriff festes Ziel? Ist es wirklich so einfach, wie es klingt? Nein.

Dies ist lediglich der Beginn.

Würden Sie sich zum Ziel setzen, Millionär zu werden und dann gedankenlos darauf losarbeiten, um über Nacht an dieses Ziel zu gelangen?

Ja, Sie können das durchaus tun - aber nur, wenn Sie die Möglichkeit haben, sich eine Million als Nahziel vorzustellen. Dies dürfte in den allerwenigsten Fällen zutreffen.

Wesentlich klüger ist es, wie ein Marathonläufer vorzugehen, der zunächst nur eine einzige Meile läuft. Dann macht er sich an zwei Meilen, dann an drei.

Auf diese Weise baut er sich immer mehr auf, bis er eines Tages die gesamte Strecke laufen kann.

Warum ist ein festes Ziel so wichtig?

Hier sind drei Gründe zu nennen:

Erstens - Der innere Bewusstseinsbereich ist der positive Pol Ihres Seins, während der Außenbereich der negative Pol ist, so wie in der Geologie der Nordpol der positive, und der Südpol der negative Pol ist.

Bei allem im Universum muss es immer einen positiven und einen negativen Pol geben, damit der Kreis komplett ist. Ohne diesen Kreis gäbe es keine Aktivität, keine Bewegung.

Ohne eine Vorwärtsbewegung gäbe es keine Rückwärtsbewegung. Ohne ein Aufwärts gäbe es kein Abwärts. Ohne etwas Gutes gäbe es nichts Schlechtes. Ohne Licht gäbe es keine Dunkelheit. Damit uns ein Aspekt bewusst ist, muss es einen anderen geben, der für uns nichtexistent bleibt.

Bei allem, das dem Gesetz unterliegt, dominiert das Positive; das Negative wirkt jeweils als Diener.

Die Menschen drehen dies aber um: Der äußere Bewusstseinsbereich sieht sich die Welt an und widmet sich dem Vorwärtsstreben, dem Wettbewerb, den Hindernissen, den Unmöglichkeiten und ähnlichen Situationen.

Warum?

Weil es ihm an Orientierung fehlt, kann er ziellos umherwandern und nimmt auf diese Wege alles mögliche auf.

Das Setzen eines festen Ziels, das fest in den Geist eingebrannt wird, richtet den geistigen Außenbereich aus, da er jetzt eine klar definierte Aufgabe hat. Dadurch wird ihm automatisch, ohne irgendwelches Zutun Ihrerseits, die positive Qualität des geistigen Innenbereichs verliehen und da sich das Gesetz des Universums und in der Folge Ihr Sein nicht ändern können, dienen die negativen Umstände, einschließlich der Menschen, dem Ziel und auch Ihnen. Und ebenfalls von selbst werden positive Umstände und Menschen zu Ihnen hingezogen - so sicher wie Stahlteilchen von einem Magneten angezogen werden!

Soweit der erste Grund.

Zweitens - Die Atmosphäre - oder der Äther, wie wir ihn lieber nennen wollen - ist mit Abermillionen von Gedanken angefüllt, die in ständiger Bewegung sind. Die Hunderte von Rundfunkstationen in Ihrem Land, welche alle zur gleichen Zeit aussenden, geben Ihnen eine grobe Vorstellung von den Gedanken in der Luft.

Jeder Mensch ist ein Sender und jeder Mensch ist auch ein Empfänger.

Dies erklärt, warum ich Ihre Fragen bereits beantworten kann, bevor Sie sie formuliert haben. Der Umstand, dass ich Ihre Gedanken bereits empfangen habe, bevor Sie sie ausgedrückt haben - was Ihnen rätselhaft vorkommen mag - lässt sich auf diese Weise erklären. Dies ist eine in jahrelangem Training erworbene Fähigkeit. Diese Fähigkeit ruhte bereits immer in mir und befindet sich auch in Ihnen. Der Unterschied ist lediglich, dass ich die meinige entwickelt und aufgeweckt habe und die Ihre noch friedlich schlummert.

Zurück zu unserem Thema: Ein Mensch ohne fest umrissenes Ziel stellt sich auf alles Mögliche ein und erhält nichts. Er ist insofern unglücklich dran als er der Gnade von Millionen widersprüchlicher Gedanken ausgeliefert ist und zu einem Leben voller Verwirrung und Zerrissenheit verbannt ist.

Ein Mensch, der ein festes Ziel hat, stellt sich gewollt und absichtlich auf eine Sache ein, wodurch er automatisch positiv wird. Wenn er Geld will, erhält er es. Wenn er eine bestimmte Stellung will, erhält er sie. Einem solchen Menschen verwehrt sich nichts, worauf er sich eingestellt hat.

Drittens - Wenn Sie an etwas denken, sei dies groß oder klein, ein Bleistift, ein Hut, ein Auto, ein Haus oder großer Reichtum, etwas Greifbares oder etwas Ungreifbares wie Ausbildung, ein Beruf oder eine Reise, übertragen Sie einen Teil Ihrer Lebenskraft auf diese Sache. Wie anders könnte diese sonst zu Ihnen hingezogen werden? Und solange Sie diese Sache in Ihren Gedanken halten, nähren Sie sie weiterhin und die Intensität Ihres Wunsches regelt die Macht, mit der die Lebenskraft gelenkt wird.

Sie sehen also, dass selbst dann, wenn ein positiv eingestellter Mensch seine Kraft auf mehrere Ziele lenkt, diese Kraft aufgesplittert wird und jedes dieser Ziele nur noch einen schwachen Anreiz erhält. Dies wiederum führt zu einer langsamen oder gar nicht mehr vorhanden Reaktion.

Haben Sie ein zentrales Hauptziel, auf dem Weg zu dessen Erreichung Sie zunächst mehrere kleinere Ziele erreichen müssen?

Gut! Dann lassen Sie die vielen kleineren liegen und richten Ihre Kraft auf das nächstliegende oder erste Ziel. Sobald dieses Zwischenziel erreicht ist, widmen Sie sich dem nächsten und machen auf diesem Wege weiter.

Habe ich Ihnen das Gesetz nun in seiner Gesamtheit gegeben?

Gewissermaßen ja. Aber eben nur gewissermaßen. Jemanden darin zu unterweisen, was zu tun ist, ist gut, aufzuzeigen, wie etwas zu tun ist, ist jedoch entschieden besser.

Es ist nicht nur nötig, dass wir lernen, wie wir das Ziel erreichen, sondern auch, wie wir es aufrecht erhalten.

Ich werde deshalb in meinen Ausführungen fortfahren und Ihnen eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Erreichen nennen, nämlich die Verschwiegenheit.