Florence Scovel Shinn




Florence Scovel Shinn (1871 - 1940) war eine US-amerikanische Kinderbuchzeichnerin und spätere geisteswissenschaftliche Schriftstellerin.

Ihr bekanntestes Buch, erschienen im Jahre 1925, trägt den Originaltitel

The Game of Life and How to Play It

In diesem Buch bringt sie auch ihre Lebensphilosophie zum Ausdruck:

"Für den Menschen, der selbst "die Drähte zieht", auch wenn er es vielleicht nicht weiß, wirken die unsichtbaren Kräfte ohne Unterlass.

Aufgrund der Schwingungskraft seiner Worte übt dieser Mensch eine magnetische Anziehungskraft aus."

Jugend

Florence Scovel wurde im US-Bundesstaat New Jersey geboren und besuchte in Philadelphia die Pennsylvania Academy of the Fine Arts.

Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann, den Maler Everett Shinn (1876 - 1953) kennen. Nach der Eheschließung bezogen sie in der Nähe von Washington ein Studioappartment.

Everett Shinn baute gleich daneben ein Theater auf, wofür er drei Stücke schrieb; seine Frau spielte jeweils die Hauptrolle.

Die Ehe dauerte bis 1912.

Veröffentlichungen

Das oben genannte Buch verlegte sie im Eigenverlag. 1928 folgte

Your Word is Your Wand

und im Jahre 1940 dann

The Secret Door to Success

Vor allem in ihrem ersten Buch verwendet sie viele Bibelstellen und Fallbeispiele, die ihr Verständnis vom Gott und dem Menschen wiedergeben. Das Buch enthält eine Reihe von Anweisungen für mündliche und physische Affirmationen.

Typisch für ihre Ratschläge sind Empfehlungen der folgenden Art:

"Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die meisten Krankheiten und unglückseligen Zustände auf eine Missachtung des Gebotes der Liebe zurückzuführen sind. Das Gebot lautet 'liebet einander!'"

Schreibstil

Meist gibt sie die Erkenntnis im Zusammenhang mit einem entsprechenden Praxisbeispiel:

"Ich kannte eine Frau, die jahrelang unter einer fürcherlichen Hautkrankheit litt. Laut Aussage ihres Arztes war diese unheilbar und die Dame war verzweifelt.

Sie war Berufsschauspielerin und hatte Angst, dass sie ihren Beruf bald aufgeben müsse und dann mittellos dastünde.

Dann gelang ihr ein gutes Engagement und der Debütabend war ein großer Erfolg. Die Kritiken überschütteten sie mit Lob und sie fühlte sich beschwingt und frohgelaunt.

Am nächsten Tag erhielt sie die Kündigung.

Ein Schauspielkollege war offenbar neidisch auf ihren Erfolg und hatte dafür gesorgt, dass ihr gekündigt wurde.

Sie fühlte sich verachtet und war voller Zorn auf diesen Mann.

Sie verbiss sich stundenlang in stillen Hass und wünschte dem Mann alles erdenklich Schlechte.

Sie sagte: "Ich wurde auf einmal sehr ruhig. Ich schien mit mir und der Welt im Reinen zu sein. Das ging zwei Nächte lang so weiter. Am dritten Tag war mein Hautausschlag verschwunden."

Weil sie um Liebe gebeten hatten, wurde das Gebot erfüllt und die Krankheit (die aus dem unbewussten Groll entstanden war) verschwand."


Eine ihrer Zeichnungen:


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