Die Hoffnung
stirbt zuletzt





"Die Hoffnung stirbt zuletzt" -

In vielen Sprachen gibt es dieses geflügelte Wort.

Die Spanier sagen "Lo último que se pierde, es la esperanza",
die Engländer: "While there's life, there's hope",
die Franzosen: "L'espoir meurt en dernier".

Gemeint ist damit, dass man bis zum Schluss zuversichtlich bleibt und darauf hofft, dass sich die Lage schon irgendwie bessern wird.

Aber:

Hoffnung kann auch ein Ausdruck eines Mangeldenkens sein.

Es gibt Leute, die in Hoffnung leben und es gibt andere, die Hoffnung schaffen.
Menschen, die Hoffnung schaffen, sind schöpferisch.
Andere, die nur in der Hoffnung vor sich hinleben, tun häufig nichts dafür, dass sich die Lage bessert; sie erschaffen nichts.

Ohne Hoffnung wäre das Leben wahrscheinlich unerträglich.
Sie ist also lebenswichtig.

Aber die Hoffnung hat auch eine Schattenseite, über die so gut wie nie gesprochen (oder geschrieben) wird.

Es kommt darauf an, was wir mit der Hoffnung anstellen bzw. nicht anstellen.

In den meisten Fällen dürfte Hoffnung wohl ein Abwarten sein; man wartet darauf, dass sich Menschen oder Umstände ändern, damit endlich das eintrete, was wir uns wünschen.

So gesehen ist Hoffnung die Kehrseite des positiven Denkens.

Positives Denken bringt nur selten das gewünschte Ergebnis.

Warum?

Weil es sich in Passivität erschöpft!
Die Hoffnung wird dann zum Aussitzen.

Viele Leute scheinen nicht zu verstehen, dass Hoffnung nur ein sehr kleiner Teil der Erfolgsgleichung ist. Die gesamte Gleichung finden Sie in unserem E-Book Erfolgswissen für Fortgeschrittene, aber ohne das praktische Tun - die Aktion - bleiben wir beim bloßen Hoffen nur in einem negativen Zyklus stecken, in dem wir unser Nichterreichen, unsere Enttäuschung, unsere Stagnation lediglich immer wieder aufs Neue verstärken.

Hoffnung ist ein Hinschmachten auf etwas, was wir momentan (noch) nicht haben.
Allerdings steht uns genau die Energie, die wir in das Wünschen, Hoffen und Bangen stecken, bei der Zielerreichung im Wege!

Hoffnung kann uns einkerkern.
Sie kann uns weismachen, dass wir jetzt nichts mehr tun könnten, als uns zurückzulehnen und untätig abzuwarten.

Also "hoffen wir halt das Beste".

Unser Leben lang werden wirs auf Warten geprägt.
Wir warten immer auf etwas: Auf die U-Bahn, auf ein E-Mail, darauf, dass wir in einer Warteschlange an die Reihe kommen, auf einen Auftrag, auf einen Anruf ...

Bereits in der Volksschule lernen wir, dass wir unsere Hand zu heben haben, wenn wir die Antwort auf eine Frage wissen - und dann warten wir, bis wir aufgerufen werden.

Später warten wir darauf, dass uns unsere Erziehungsberechtigten, Lehrer oder andere Erwachsene sagen, dass wir dies und das tun dürften.




Wer ausschließlich auf die Hoffnung setzt, fühlt sich machtlos.
Machtlosigkeit ist ein geprägtes Muster; es wurde uns anerzogen.

Wir bilden uns ein, dass wir machtlos seien angesichts eines Verkehrsstaus, angesichts rebellierender Kinder, oder anderer Ausreden.

Wenn wir uns der Situation wirklich stellten, würden wir feststellen, dass diese angebliche Macht- oder Hilflosigkeit nur eine Maske ist, die uns daran abhält, in der Gegenwart etwas zu tun!