Wieso Sie unerschütterlichen Glauben brauchen!

I-Bux.Com ist eine absolut unkonfessionelle Webseite. Wenngleich der Begriff "Glaube" hier im Sinne von "Glaubensfähigkeit" oder "Daran-Glauben" gemeint ist, werden immer wieder Belege und Zitate aus spirituellen Schriften herangezogen. Da uns als "Abendländer" die christliche Bibel am vertrautesten ist, sind die Verweise auf dieses Buch häufiger als auf andere Bücher, Sie brauchen jedoch kein "Christ" zu sein, um diese Dinge nachzuvollziehen.

Immerhin hatte bereits Gandhi einmal gesagt: "Eurer Christus gefällt mir gut. Aber ihr Christen habt so wenig gemeinsam mit ihm". Lesen Sie diese Ausführung deshalb bitte so unvoreingenommen, wie es Ihnen möglich ist.


Ein jeder von uns glaubt an etwas. Jeder geht wieder mit einer anderen Glaubenshaltung an die Dinge heran.

Wir glauben bestimmte Dinge, die mit uns selbst zu tun haben und was wir uns zutrauen.

Wir glauben auch bestimmte Dinge, die andere Menschen betreffen. Wir glauben, dass wir diesem trauen können, jenem aber nicht.

Auch unser Weltbild ist Glaubenssache. Wir glauben, dass wir dies und das erwarten könnten.

Wir glauben, dass wir eine produktive oder eine schreckliche Woche vor uns hätten - und wir frönen auch dem Aberglauben.

Mit der Zahl "13" tun sich auch viele "aufgeklärte" Menschen in unseren Breitengraden schwer (in anderen Erdteilen sind es andere Zahlen). In Flugzeugen gibt es keine Reihe 13 und in manchen Ländern (z.B. in Australien) müssen sich amtliche Stellen im 13. Geschoss einmieten, weil die Geschäftsleute solche Stockwerke meiden.

Wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt, ist für manche Zeitgenossen der Tag "bereits gelaufen". Hier in Spanien, wo wir sind, ist es der Dienstag. "martes, trece", heißt die Unglücksformel, Dienstag, der dreizehnte.

Sehen wir noch einige weitere praktische Beispiele an:


Was wir glauben, zeigt sich nicht zuletzt bei unseren Entscheidungen. Angenommen, Sie haben ein Vorstellungspräch bei zwei verschiedenen potenziellen Arbeitgebern.

An Ihrem letzten Arbeitsplatz hatten Sie 1800 Euro im Monat verdient. (Ob brutto oder netto spielt hier keine Rolle; das Beispiel dient nur der Veranschaulichung).

Ihr erstes Angebot erhalten Sie nun von einer Firma an Ihrem Wohnort; es werden Ihnen 2100 Euro in Aussicht gestellt.

Das zweite Stellenangebot kommt von einem Unternehmen, das sich 300 Kilometer weiter befindet. Hier würden Sie - sofern Sie die Stelle bekämen - 3200 erhalten.

Sie werden jetzt abwägen. Was spricht für die jeweilige Stelle, was dagegen?

Dabei werden Sie sich nach den Faktoren richten, von denen Sie glauben, dass Sie sie berücksichtigen sollten.

Glauben Sie, dass es eine Rolle spielt, mit welchem Fahrzeug Sie zum Vorstellungspräch fahren? Wahrscheinlich nicht.

Aber der Standort des künftigen Arbeitgebers, das in Aussicht gestellte Gehalt, die Beförderungschancen und die Art der Arbeit werden Sie wahrscheinlich in Erwägung ziehen.

Ob Sie mit Ihren künftigen Kolleginnen und Kollegen gut auskommen, ist vielleicht auch wichtig für Sie, und wie der Jupiter an diesem Tag steht, ist für Sie nur dann von Belang, wenn Sie an solche Dinge glauben.

Dass sich unser Glaube auf unsere Entscheidung auswirkt, ist also unbestritten.

Wahrscheinlich glauben Sie auch, dass Sie mehr wert sind als Sie momentan verdienen. Fast jeder glaubt das. Aber glauben Sie auch, dass Sie das Zwei-, Drei- oder Zehnfache mehr wert sind?

Falls nicht, könnte gerade dies der Holperstein sein, der Sie zurückschrecken lässt, wenn Sie an das Angebot von 3200 Euro (im obigen fiktiven Beispiel) denken.

Hier spielt ebenfalls herein, ob Sie sich die ausgeschriebene Arbeit zutrauen. Wenn Sie glauben, dass Sie ihr nicht gewachsen seien, werden Sie sich wahrscheinlich nicht einmal vorstellen. Wenn Sie dies auch bei der anderen Stelle vor Ort glauben, wäre dies nicht so schlimm. Wenigstens bräuchten Sie sich dann keine neue Wohnung zu suchen.

Vielleicht glauben Sie auch, dass ein Umzug für Ihre Familie schlecht wäre. Die Kinder müssten in eine neue Schule, die vertraute Umgebung fiele weg. All das hat mit Ihrem Glauben zu tun.

Natürlich kann auch das Gegenteil der Fall sein. Sie wären froh, wenn Sie endlich wegkämen von dem Ort, an dem Sie sich nicht wohlfühlen. Sie glauben, dass Sie woanders glücklich sein könnten.

Glauben Sie, dass die Leute an dem 300 Kilometer entfernten Ort einen "Zugereisten" akzeptieren werden? Oder glauben Sie, dass das überhaupt keine Rolle spielen würde?

Sie sehen bereits, wie sehr eine Fülle von Glaubenssätzen unsere Entscheidungen beeinflusst. Ob wir glauben, dass wir wieder leicht Anschluss finden oder uns an die neue Umgebung anpassen können, spielt eine große Rolle.

Dies gilt für alle Lebensbereiche. Wer glaubt, dass es schwer sei, eine Partnerschaft aufzubauen, wird auch mehr Schwierigkeiten haben als ein anderer, der zuversichtlich davon ausgeht, dass sich alles zum Guten fügen wird.

Wer glaubt, dass alles "Schicksal" sei, wird sich anders verhalten als jemand, der an "Ursache und Wirkung" glaubt.

Wer glaubt, dass eine tragfähige Beziehung in der heutigen Zeit nicht mehr möglich sei, wird entweder von vorneherein auf Distanz zu engen Beziehungen gehen oder nur kurzlebige und flüchtige Bekanntschaften eingehen.

Die meisten Leute haben bestimmte Vorstellungen davon, was in einer Partnerschaft "normal" sei. Wenn es "zu gut läuft", werden sie misstrauisch; sie suchen nach Problemen, weil sie glauben, dass dies doch nicht "normal" sei. Unbewusst sabotieren sie ihr Glück.

Mit praktischen Beispielen aus allen Lebensbereichen ließen sich hier Seiten füllen. Wichtig ist die Erkenntnis, dass sich unser Glaube auf unsere Entscheidungen auswirkt. Wenn wir mit den meisten unserer Entscheidungen zufrieden sind, können wir davon ausgehen, dass die zugrunde liegende Glaubenshaltung für uns in Ordnung war.

Wenn wir aber ständig vom Regen in die Traufe kommen, unsere Chancen vermasseln und uns immer wieder selbst ein Bein stellen, ist es an der Zeit, unsere Glaubenshaltung einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

Schützenhilfe von der Wissenschaft

Die Wissenschaft ist heute fast so etwas wie eine Ersatzreligion geworden. Bevor wir etwas Neues akzeptieren, schauen wir uns an, was die Wissenschaft dazu zu sagen hat.

Manche betrachten auch die Wissenschaft an sich kritisch. Was soll man auch von einer Handvoll Leute halten, die uns sagen, dass das Universum vor 13,7 Milliarden Jahren begann, obwohl wir es von ein und demselben Beobachtungsstandpunkt - von der Erde aus - erst 200 Jahre beobachten?

Ist das nicht ein bisschen so, als würde ein Auto ein oder zwei Sekunden lang an uns vorbeiflitzen und wir behaupten dann, dass wir anhand dessen wüssten, wo es sich vor vier Jahren befand?

Immer "wussten" die Wissenschaftler (damals "Gelehrte" genannt) jahrhundertelang, dass die Erde eine Scheibe ist und dass sich die Sonne darum dreht. Heute verzeihen wir diesen Leuten; sie wussten es nicht besser.

Aber wer gibt uns die Gewissheit, dass wir heute bereits der Weisheit letzten Schluss entdeckt hätten?

Vieles wissen wir auch heute noch nicht.

Doch gehen wir einmal davon aus, dass die modernen wissenschaftlichen Aussagen im großen und ganzen stimmig seien. Bei der Wissenschaft geht es ums Beobachten, um logische Schlussfolgerungen, um Hypothesen und Experimente. Eine Hypothese ist zwar auch etwas Geratenes, auf der Basis nachvollziehbarer und wiederholbarer Ursachen.

So sagt uns das wissenschaftliche Prinzip der Hebelwirkung, das so genannte Hebelgesetz, zum Beispiel, dass bei einem zwanzigfachem Hebelarm die zwanzigfache Masse gehalten wird.

Dieses Prinzip wurde bereits bei Bau der alten Pyramiden, bei Stonehenge, auf den Osterinseln oder bei den menorkinischen Taulas angewandt und erweist auch dem heutigen Architekten Dienste. Ein kleines Prinzip mit großer Wirkung!

Die Quantenphysik

Die Wissenschaft spart keinen Bereich aus. Vom Größten (Astrophysik) bis zum Kleinsten (Quantenphysik) nimmt sie alles unter die Lupe.

Dabei geht sie über das technisch Mögliche hinaus und kann nicht mehr messen, was sie als wahr vorgibt. Sie präsentiert uns also Theorien. Einige dieser Theorien werden später zwar bewiesen, aber es gibt auch andere, die sich als falsch herausstellten.

Im alten Griechenland vertraten die Wissenschaftler die Auffassung, dass man bei einem ständig weiteren Teilen von Partikeln schließlich an einen Punkt gelangen würde, wo nichts mehr aufgespalten werden könne. Sie nannten diesen Punkt ein "Atom".

Jeder Stoff, zum Beispiel Eisen, Kalzium, Sauerstoff, besaß sein eigenes einzigartiges und unveränderbares Atom.

Wie wir alle wissen, gelang es dann doch, ein Atom zu spalten und es in Elektronen, Protonen und Neutronen aufzusplitten.

Heute diskutieren die Wissenschaftler so viele neue subatomare Teilchen, dass es einem wie eine Welt für sich vorkommt.

Wir brauchen dies an dieser Stelle nicht zu vertiefen; interessant ist aber in diesem Zusammenhang das unvorhersagbare Verhalten dieser neu entdeckten Quantenteilchen. Diese Partikel scheinen schier Unmögliches vollbringen zu können. Sie können sich zum Beispiel an zwei Orten gleichzeitig aufhalten, Zeitreisen in die Vergangenheit antreten und sogar dann noch verbunden sein, wenn sie sich weit entfernt voneinander aufhalten.

Falls Sie diese Dinge näher interesieren, sei Ihnen das Buch "Das holographische Universum" von Michael Talbot ans Herz gelegt.

Eines der Konzepte, die sich aus der Quantenphysik herausgeschält haben, ist, dass subatomare Teilchen eigentlich gar keine Teilchen (Partikel) seien. Ein Partikel würde etwas Feststoffliches und Solides sein und sich nicht verändern. Manchmal erscheinen diese Partikel wie Partikel, dann aber zeigen sich sich wieder als Welle oder auch als Klang. Es ist so, als würde sich ein Stein gleichzeitig in verschiedene Richtungen bewegen. Daher auch der Name "Quantenphysik" (Mehrzahl von "Quantum" = Menge).

Was die Wissenschaftler am meisten erstaunt, ist die Tatsache, dass diese Quanten nur dann als Partikel erscheinen, wenn sie beobachtet werden. Bei Nichtbeobachtung zeigen sie sich als Wellen.

Materie reagiert somit offensichtlich auf Bewusstsein.

Wissenschaftler sind in mathematische Formeln verliebt. Damit lässt sich gut vorhersagen, was in gewissen Situation eintreten wird.

Im Falle der Quantenphysik tun sie sich damit jedoch schwer, weil sie nur noch mit Wahrscheinlichkeiten operieren können. Was genau zu einem bestimmten Zeitpunkt passieren wird, können die Wissenschaftler bei einem Quantenpartikel nicht sagen.

Der lange Zeit vertretene Glaube, dass es sich beim Universum um ein stabiles und vorhersagbares System handle, ist damit überholt.

Sind es vielleicht diese Unregelmäßigen bei den Quanten, die für Wunder verantwortlich sind?

Wer steuert diese subatomaren Parikel und ihre unberechenbaren Verläufe?

Derzeit scheinen die meisten Quantenwissenschaftler die Auffassung zu vertreten, dass sich all diese unvorhersehbaren Bewegungen auf Quantenebene (subatomarer Ebene) gegenseitig wieder auspendeln und auf diese Weise ein mehr oder weniger stabiles Universum zustande käme. Ob diese Theorie stimmt, muss sich erst noch zeigen.

Es ist heute nicht mehr ketzerisch, wenn ein Wissenschaftler von einem "unsichtbaren Netz" zwischen allen Menschen oder vom Reagieren des Universums auf menschliche Gedanken spricht.

Wussten mystische Denker und "Eingeweihte" vergangener Jahrhunderte vielleicht intuitiv doch einiges, was uns die moderne Wissenschaft erst nach und nach beweisen wird?

Eine dieser Theorien spricht vom "Nullpunktfeld". Damit wird ein riesiges Energiefeld bezeichnet, das jeden Punkt des Raumes ausfüllt.

Einer der bekanntesten Quantenwissenschaftler war David Bohm. Er beschrieb das Universum als Kontinuum, in dem alles miteinander verbunden ist (so wie Ihre Hand mit Ihrem Arm verbunden ist). Als Beispiel nannte er einen Strudel in einem Fluss. Der Strudel erscheint zwar als etwas Separates, ist aber dennoch dasselbe Flusswasser, das sich nur anders verhält.

Laut Bohm sind Bewusstsein und Materie lediglich zwei Seiten derselben Medaille. Dies deckt sich wiederum mit gewissen mystischen und religiösen Texten, wonach wir "eins mit Gott" seien.

Eines der Hauptprobleme bei der Quantenphysik ist, dass wir keine technischen Möglichkeiten haben, um auf dieser Ebene etwas feststellen zu können. Es gibt keine Kamera, die ein Foto von einem Atom aufnehmen könnte und wir können die Energie eines Partikels nicht messen.

Die Quantenphysiker geben auch bereitwillig zu, dass es sich bislang nur um Theorien handelt. Dennoch sind diese Theorien nützlich, da sie uns dabei helfen, gewissen Phänome zu erklären und sogar winzige Schaltkeise und andere technische Errungenschaften zu entwickeln.

Die Molekularbiologie

Lassen wir das Atom nun mal eine Weile in Ruhe und sehen uns an, was sich in einem menschlichen Körper tut. Auch das ist äußerst faszinierend!

Der Bereich der Molekularbiologie (der Biologie innerhalb einer lebendigen Zelle) kann uns als Brücke zwischen den beiden wissenschaftlichen Disziplinen dienen.

Molekularbiologen beschäftigen sich mit dem Studium lebender Zellen. Was tun diese Zellen, um das Leben aufrecht zu halten?

Diese Wissenschaftler studieren Proteine und ander Moleküle, die ja Ansammlungen von Atomen sind.

Einer der bekannteren Molekularbiologen ist Bruce Lipon, von dem das Buch "Intelligente Zellen: Wie Erfahrungen unsere Gene steuern" stammt. In diesem Buch zeigt Dr. Lipton in leichtverständlicher Sprache auf, was in Lebendzellen passiert und wie sich dies als das zeigt, was wir als Leben kennen.

Den Quantenphysikern zufolge sind die Atome in unseren Zellen winzige Energiesysteme, die ein kontinuierliches Ganzes bilden, also keine einzelnen Partikel, die miteinander Verbindung aufnehmen. Molekularbiologen erzählen uns, dass die Abläufe, die zu einem Leben führen, nicht chemisch beeinflussbare Einzelaktivitäten sind, sondern eine Art Symphonie, wo alles auf alles reagiert.

Beispiel:

Ein Körper hat mit einer Infektion zu kämpfen. Er gibt bestimmte Chemikalien ab, die den Heilungsprozess auslösen.

Dieselben Chemikalien haben in verschiedenen Bereichen des Körpers andere Aufgaben, sie werden aber nur losgeschickt, wenn sie gebraucht werden.

Wenn der betreffende Mensch die verschriebene Medizin einnimmt, wird diese Medizin im gesamten Körper freigesetzt. Wenngleich die Arznei das gewünschte Ergebnis herbeiführen kann, kommt es bisweilen auch zu Nebenwirkungen, und zwar deshalb, weil sie auch in Bereiche des Körpes gelangt, wo sie nicht benötigt wird.

Meist sind solche Nebenwirkungen zwar gering, aber eben nicht immer. Todesfälle sind keineswegs selten! Laut einem Arikel in der Süddeutschen Zeitung vom Mai 2010 treten allein in der Bundesrepublik Deutschland 300.000 Fälle von Schädigungen durch Nebenwirkungen auf, davon 25.000 mit tödlichem Ausgang.

Noch etwas hat Dr. Lipton herausgefunden: Unsere DNS "steuert" keineswegs unser Leben so, wie dies von vielen Wissenschaftlern dargestellt wird. Wie Forschungsexperimente gezeigt haben, ist die DNS lediglich eine Ansammlung von Potenzialen, und die Umgebung, in der wir aufwachsen und unseren Lebensmittelpunkt haben, entscheidet dann darüber, welcher dieser Potenziale zur Entfaltung gelangen.

Wir haben viel zu wenige Gene, als dass wir damit die zahlreichen Komplexitäten in uns steuern könnten. Die Anzahl der menschlichen Gene ist etwa gleich mit der von Nagetieren und übrragt kaum die eines Wurms. Diese Erkenntnisse stammen vom Humangenomprojekt.

Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass es eine Vielzahl von Faktoren gibt, die darüber entscheiden, wie unser Körper wächst und sich verhält. Die Erbanlagen sind nur ein Teil davon.

Der Placebo-Effekt

Bis jetzt sind die in diesem Beitrag angeschnittenen Themen über den Ursprung des Lebens und über das Universum vielleicht eher unterhaltersamer Art für Sie.

Was haben Sie davon in der alltäglichen Praxis?

Hat die unvorhersagbare Art der Verläufe auf der Quantenebene etwas mit der Unvorhersagbarkeit der Entwicklung unseres Lebens zu tun?

Inwieweit haben wir einen Mitgestaltungsspielraum?

Im medizinischen Bereich ist es nicht unüblich, die Wirksamkeit einer neuen Behandlungsmethode anhand eines wertlosen Stoffes, eines Placebo, zu testen.

Das kann eine Zuckerpille, eine Brotkapsel oder eine Spritze mit destilliertem Wasser sein - irgendetwas, das der neuen Methode nahekommt. Verglichen werden dabei immer die Ergebnisse zwischen den Patienten, die mit der neuen Arznei behandelt wurden, mit anderen Patienten, denen das inhaltsleere Zeug verabreicht wurde.

Es versteht sich von selbst, dass die Betroffenen davon keine Ahnung haben.

Im Laufe der Zeit hat sich gezeigt, dass Placebos sehr wirkungsvoll eingesetzt werden können, zum Beispiel bei der Schmerzbehandlung. Auch bei Allergien, Arthritis, Asthma, Erkältungen, Diabetes, Geschwüren und Warzen wurden damit gute Resultate erzielt. Immerhin fühlten sich danach im Schnitt etwa 35% der Behandelten besser.

Dies ist als der "Placebo-Effekt" bekannt.

Die Wirksamkeit eines Placebo hängt vom Glauben ab - und zwar nicht nur auf Seiten des Patienten, sondern auch beim behandelnden Personal. Wenn der verabreichende Arzt davon ausgeht, dass dieses Mittel zu einer Besserung führen wird, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass der Patient das ebenfalls glaubt.

Auch die Art und Weise der Verabreichung wirkt sich aus. Im allgemeinen erwarten sich Patienten von Spritzen eine nachhaltigere Wirkung als von Kapseln. Kapseln werden jedoch immer noch als wirksamer wahrgenommen als Pillen.

Es gibt zahlreiche belegte Fälle, in denen eine Ärztin oder eine Arzt eine "Wunderpille" verabreicht hat, um später herauszufinden, dass es nur Zuckerwasser oder ein ähnliches Scheinmedikament war. Dennoch wurden die Patienten gesund.

Auch chirurgische Eingriffe wurden unter dem Einfluss des Placebo-Effekts erfolgreich vorgenommen.

Geistheilungen

Wie wir gesehen haben, hängt die Wirksamkeit von Placebos vom Glauben des Patienten ab. Der Glaube ist also wichtiger also die eigentliche Arznei oder Behandlungsmethode.

Was sagt uns die Wissenschaft nun zu anderen Heilungsvarianten, die auf dem Glauben beruhen?

Wenn Wissenschaftler eine neue Forschungsstudie unternehmen, versuchen sie, alle Variablen, die mit dem eigentlichen Versuch nichts zu tun haben, auszuschalten. Auf diese Weise wollen sie ein möglichst klares Bild von den untersuchten Variablen erhalten.

Dazu gehören zum Beispiel alle Variablen, auf die die Wissenschaftler keinen Einfluss haben, wie Persönlichkeit oder Ruf des betreffenden Heilers oder Versuchsumgebung.

Damit die Variablen in allen Fällen vergleichbar sind, werden solche Versuche üblicherweise in einem Krankenhaus durchgeführt, wobei das übliche Personal hinzugezogen wird.

Daran ist zwar nichts auszusetzen, es reduziert jedoch die zu gewinnenden Informationen.

Es gibt Autoren, die sich mit diesem Thema eingehender befasst haben, zum Beispeil Jeanne Achterberg in ihren Büchern "Gedanken heilen" und "Rituale der Heilung". Frau Achterberg hat vor allem die schamanischen Prozesse untersucht, während sich zum Beispiel der Wissenschafter Professor Stelter für Geistheilen auf den Philippinen interessierte.

In diesem Zusammenhang sind auch die Beobachtungen von Max Freedom Long, zum Beispiel in seinem Buch "Selbstsuggestion und Huna-Gebet" und von Erlendur Haradsson in dessen Buch "Sai Baba. Ein modernes Wunder" zu nennen.

In den Büchern beider Autoren finden sich bemerkenswerte Schilderungen von Fällen der so genannten "Spontanheilung":

So beschreibt Max Freedom Long zum Beispiel, wie ein Mann, der an einer Standparty teilnahm, stürzte und sich sein linkes Bein genau über dem Fußknöchel brach. In der Gruppe befand sich ein Mann, der ähnliche Brüche bereits vorher gesehen hatte und die Ernsthaftigkeit der Verletzung erkannte. Des weiteren war eine Heilerin anwesend.

Diese kniete sich hinter dem Verletzten nieder, drückte ihre Hände sanft auf die Bruchstelle und summte ein paar Augenblicke lang etwas. Danach verstummte sie.

Nach ein paar Minuten erklärte sie, dass der Mann nun geheilt sei.

Zum Erstaunen der Umstehenden stand der gestürzte Mann auf und konnte ganz normal gehen. Nichts deutete mehr auf einen Bruch hin.

Natürlich werden viele das als Hokuspokus abtun, aber wie wir anhand der Entdeckungen im Bereich der Quantenphysik, Molekularbiologie und medizinischer Forschungen gesehen haben, ist das Univesum offenbar doch nicht so simpel gestrickt. Es passieren viele Dinge, die altbekanntes Denken herausfordern.

Deren Realität ist nicht von der Hand zu weisen. Was wir noch nicht sicher wissen, ist deren Ursache.

Geist über Materie

In diesem Zusammenhang ist auch das Phänomen der Telekinese zu nennen. Eine andere Bezeichnung ist Psychokinese beziehungsweise schlichtweg "Geist über Materie". Das sind zum Beispiele Fälle, wo jemand nur durch mentale Einwirkung einen physischen Gegenstand bewegen kann.

Namhafter Vorreiter dieser Ursuchungen war der amerikanische Wissenschaftker J. B. Rhine. Rhine interessierte sich für viele Teilbereiche, einschließlich Außersinnliche Wahrnehmung, Telepathie, Hellsehen und Präkognition.

Auch die Militärs, vor allem in den Vereinigten Staaten und in der ehemaligen Sowjetunion, untersuchten diese Phänomene.

So hatten die Amerikaner zum Beispiel einer Häsin ein Junges weggenommen und etwa 5000 Kilometer weiter, in einem U-Boot 10 Meter unter Wasser, getötet. Die Hasenmutter, der man Messelektroden angelegt hatte, zeigte genau zur Todeszeit ihres Jungen außergewöhnlich starke Ausschläge.

Doch dieser Beitrag handelt vom Glauben; deshalb zurück zu Rhine. Er stellte unter anderem fest, dass sich die Motivation und das Interesse seiner Versuchspersonen auf die Testergebnisse auswirkten. Ausschlaggebend war, ob eine Person an die Realität solcher Phänomene glaubte. Wer davon ausging, dass es Gedankenübertragung und dergleichen gibt, erzielte damit bessere Ergebnisse.

Rhine musste sich vorhalten lassen, dass viel Zufall im Spiel sei. Immerhin würde ja auch eine stillstehende Uhr zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen.

Als Zufallstreffer wurden noch Werte angesehen, die bei etwa 20 Prozent lagen. Wenn jemand eine von fünf Spielkarten richtig erspürte, galt dies statistisch als Zufall.

Rhines Ergebnisse lagen zwar darüber, aber nicht nennenswert.

Die wichtigte Erkenntnis aus diesen Experimenten ist jedoch, dass sich unser Bewusstsein weit über unseren Körper hinausbewegt und unsere Umgebung beeinflusst. Darüber hinaus belegen solche Versuche, wie sehr wir alle miteinander verbunden sind.

Religion

Man kann lange und breit darüber diskutieren oder spekulieren, wie spirituelle Texte zustande gekommen sind und welche Fehlübersetzungen sich über die Jahrhunderte eingeschlichen haben.

Eine Botschaft, die sich wie ein roter Faden durch das Neue Testament zieht, ist, dass uns "nach unserem Glauben geschehe".

Dies ist nicht die einzige Formulierung in der Bibel, die auf die Bedeutung des Glaubens verweist.

Weitere zum Beispiel ...

"Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt!, und er würde euch gehorchen.“


und das wegen seiner zeitlichen Formulierung besonders erhellende Zitat:

"Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, daß ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil."

Neben dem Glaben wird in der Bibel immer wieder auf die Liebe verwiesen Dies deckt sich mit modernen Forschungsergebnissen, beispielsweise mit den Experimenten von M. Emoto. Dass hier zwei Grundvoraussetzungen für ein erfülltes Leben genannt werden, dürfte niemanden überraschen.

Auch andere Religionen betonen die Bedeutung des Glaubens. Bevor es organisierte Religionen gab, suchten die Menschen Halt und Führung nach ihrer eigenen Fasson. Einige glauben an einen einzigen Allgeist, andere an eine Vielzahl von Göttern oder Göttinnen, wieder andere an Naturgeister. Manche waren der Meinung, dass sie ihren Göttern Opfer bringen müssten, wieder andere glaubten, dass sie ihm durch Tugendhaftigkeit oder Armut gefällig sein würden.

Doch durch alle Varianten zieht sich der Glaube hindurch. Man glaubte daran, dass ein Gebet erhört würde.

Aktuelle Quellen

Bereits auf der Homepage (der ersten Seite) von I-Bux.Com finden Sie ein Zitat von Ernest Holmes (1887 - 1960).

Der studierte Philosoph Holmes war Verfasser mehrer Bücher und erhielt immerhin 28 Ehrendoktorwürden aus aller Welt.

Er lehrte, dass der Mensch durch Gebet und Kontemplation in die Lage versetzt würde, seine Lebensumstände selbst zu gestalten, statt sich von den äußeren Bedingungen beherrschen zu lassen.

Im Jahre 1926 schrieb er ein Buch, in dem er die Brücke zwischen Wissenschaft und Religion schlug. 1938 folgte eine zweite Fassung und seitdem wurde dieses Buch immer wieder nachgedruckt.

Es heißt: "Die Vollkommensheitslehre".

In zahlreichen anderen Büchern wird auf Holmes' Werk Bezug genommen. Falls der Wert eines Buches nach der Anzahl von Menschenleben beurteilt werden kann, die sich dadurch zum Besseren verändert haben, gehört "Die Vollkommensheitslehre" sicherlich zu den wertvollsten Büchern unserer Zeit.

In dem Buch wird unter anderem eine Methode vorgestellt, wie man seinen Glauben angesichts einer Situation verändern kann, indem man bekräftigt, wie es wäre, wenn eine gewünschte Situation bereits eingetroffen wäre. Heutzutage verwendet man hierfür meist den Begriff "Affirmationen".


Im Jahre 1948 schrieb ein Zeitungsjournalist und Polizeireporter namens Claude Bristol ein Büchlein, das als deutsches E-Book unter dem Titel "Glauben Sie an sich und erreichen Sie, was Sie wollen" beziehbar ist.

Als Journalist war Bristol schon von Berufs wegen ein eher skeptischer Menschentyp, der den Dingen auf den Grund gehen wollte. Er besuchte viele religiöse Veranstaltungen und ähnliche Zusammenkünfte, um Wunderheilungen und anderen bemerkenswerten Phänomenen auf die Spur zu kommen.

Und so stellte er fest, dass zwei Menschen zwar haargenau dasselbe tun konnten und trotzdem unterschiedliche Ergebnisse erhielten.

Daraus zog der den Schluss, dass der Glaube das Zünglein an der Waage sei.

Der eine glaubte an das Gelingen, der andere nicht.

Claude Bristol stellt in seinem Buch auch eine Reihe von Methoden vor, wie man seinen Glauben stärkt oder verändert. Eine davon, die so genannte Kartentechnik, besteht darin, dass man das gewünschte Ergebnis auf eine Karteikarte schreibt und sich in die Situation hineindenkt und -fühlt, wie es wäre, wenn dies bereits eingetroffen wäre.

Da das Unterbewusstsein immer wieder aufs Neue mit diesem Bild geprägt wird, und der betreffende Mensch dieses Ergebnis erwartet, zieht er es immer mehr an.

Wer es glaubt, wird es empfangen.

Dies ist im übrigen auch der Originaltitel eines Buches von Wayne Dyer, wenngleich auf Deutsch unter dem Titel "Erfolg wird wahr" herausgekommen.

Das Thema "Visualisierung" wird in der zeitgenössischen Literatur ebenfalls eingehend behandelt, beginnend bei den Werken von Genevieve Behrend, vor allem "Ihre unsichtbare Macht", bis zur neueren Büchern, zum Beispiel von Shakti Gawain. In ihrem Buch "Stell dir vor" geht es um die Prägung des Unterbewusstseins mit dem gewünschten Ergebnis, wobei der Begriff "Visualisierung" vielleicht etwas irreführend ist. Es gibt Menschen, die sich schwer damit tun, vor ihrem inneren Auge etwas bildhaft erstehen zu lassen; der Begriff "Visualisierung" beinhaltet eigentlich alles, wozu Sie innerlich in der Lage sind, also auch das Aufrufen von Klängen, Gerüchen oder anderen Empfindungen.

Wenn wir das jahrtausendealte Wissen mit den modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammennehmen, wird verständlich, wie Wunder geschehen.

Immer wieder läuft es auf die Glaubensfähigkeit hinaus, wenngleich sie nicht die einzige Voraussetzung ist.

Was wir glauben, wirkt sich auf unser Erleben aus.