Benjamin Franklin
Vom Seifensieder zum Diplomaten





Der Mensch hat die Macht ...
  • seinen Charakter nachträglich über sein Denken zu verändern und

  • verändernd in den funktionellen Ablauf seines Organismus einzugreifen.


Was bedeutet das?

Sobald der Mensch von seinem schlafwandlerischen Vor-sich-Hinleben erwacht und lernt, die Macht seiner Gedanken zu gebrauchen, kann er seinen Charakter verändern.

Dazu braucht er ein so genanntes Ich-Ideal. Wie dies in der Praxis zu bewerkstelligen ist, wollen wir uns in diesem Beitrag anhand der historischen Figur des Benjamin Franklin ansehen:

Franklin, Erfinder des Blitzableiters, Buchdrucker, Schriftsteller und Politiker, hatte sehr systematisch und gezielt an der Veränderung seines Charakters gearbeitet. Er war einer der einflussreichsten Männer der USA, ein klassischer "Selfmade Man", der sich autodidaktisch, also im Selbstunterricht, alle Kenntnisse aneignete, die ihm fehlten.

So erlernte er zum Beispiel Französisch, Spanisch, Italienisch und Latein. Er war einer der maßgeblichen Verhandlungsführer bei der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten.

Aber, wie jeder andere Mensch auch, war er vor schlechten Gewohnheiten nicht verschont geblieben. Und er wußte das. Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen wollte er sich damit nicht abfinden.

Um seine Gewohnheiten zu verbessern, ging er folgendermaßen vor:

Zunächst erstellte er eine Liste von dreizehn Tugenden, die seiner Meinung nach unerlässlich sind:
  • Aufrichtigkeit
  • Ausgeglichenheit
  • Bescheidenheit
  • Demut
  • Enschlossenheit
  • Fleiß
  • Gerechtigkeit
  • Keuschheit
  • Mässigkeit
  • Ordnung
  • Reinlichkeit
  • Ruhe
  • Sparsamkeit

In seiner Autobiographie beschreibt er, wie er seinen Charakter methodisch veränderte:

"Da ich diese Tugenden nun zum festen Bestandteil meines Charakters machen wollte, beschloss ich, sie nicht alle gleichzeitig zu erwerben, denn das hätte meine Kräfte zersplittert. Ich wollte mich immer nur auf eine Tugend konzentrieren. Sobald ich diese gemeistert hätte, wollte ich mir die übrigen vornehmen, bis ich letztendlich die gesamte Liste durchgegangen wäre".

Benjamin Franklin wusste auch, dass er sein Handeln täglich überprüfen musste. Aus diesem Grunde legte er einen "Erfolgskalender" an:

"Ich nahm mir ein Büchlein und reservierte darin jeder Tugend ein Blatt.
Und für jeden Tag machte ich eine Spalte und markierte durch einen kleinen Punkt jeden Fehler, den ich bei meiner täglichen Gewissenserforschung fand."


Was können wir daraus lernen?

Benjamin Franklin hatte intuitiv eine Methode angewandt, die Sigmund Freund - der erste 66 Jahre später zur Welt kam - für die Anwendung eines Ich-Ideals empfahl.

Freud definierte das "Ich-Ideal" als "Vorbild, an dem sich das Subjekt anzugleichen sucht".


Wenn Sie mit Hilfe des Ich-Ideals ein Bild von sich selbst entwerfen, wie Sie gerne sein möchten, und dieses Bild in Ihr Unterbewusstsein versenken, wird sich Ihr Charakter so verändern, dass er sich mit der Zeit mit Ihrem inneren Wunschbild deckt!


Ohne das Unterbewusstsein geht absolut nichts!

Was wir mit unserem bewussten Willen (dem Tagesbewusstsein, Alltagsbewusstsein, Normalbewusstsein ...) wollen, bewegt gar nichts - es sei denn, dass wir diese Absicht auch unserem Unterbewusstsein mitgeteilt haben.

Unser Unterbewussstsein muss wissen, was es tun soll!




... das Unterbewusstsein spielt keine entscheidungstreffende Rolle, es führt lediglich die vom Tagesbewusstsein kommenden Anweisungen aus.

Das Unterbewusstsein setzt das um, was ihm das Tagesbewusstsein vorsetzt. Es unterscheidet nicht zwischen richtig und falsch, zwischen gut und schlecht und dergleichen. Wie ein Computer führt es folgsam aus, was von ihm verlangt wird und was das Tagesbewusstsein anordnet.

Für Ihren Lebenserfolg ist es wichtig, dass Sie diese Wechselwirkung verstehen, weil alles, was Sie im Leben tun, auf diesem Gesetz beruht.

Der Ablauf ist folgender:

Ihr Tagesbewusstsein sendet dem Unterbewusstsein ein Signal. Dieses Signal wird von Ihrem Unterbewusstsein als Anweisung verstanden, woraufhin es alles daran setzt, um diese Anweisung aufgrund aller übrigen Informationen, die es bis dahin abgespeichert hat, umzusetzen.

Was geschieht, wenn das Unterbewusstsein widersprüchliche Signale (Anweisungen) erhält?

Dann führt es die stärkste aus. Es stützt seine Entscheidung auf die tiefsten und intensivsten Emotionen, die es abgespeichert hat und die es am häufigsten erfahren hat. In der Regel sind das diejenigen Emotionen, die am längsten bestehen und häufig durcherlebt wurden ...



Das bedeutet, dass die Zielvorgabe durch den Verstand erfolgt, die Ausführung jedoch über das Unterbewusstsein.

Die Umsetzung Ihres Wunsches kann immer nur über das Unterbewusstsein erfolgen. Ausnahmslos!

Das Unterbewusstsein wird sich immer durchsetzen, auch wenn der bewusste Wille dagegen ist. Wie Sie Ihr Unterbewusstsein in Ihrem Sinne wirksam programmieren, erfahren Sie im oben genannten und in anderen E-Books im PDF-Format oder für den Kindle-Reader.

Eine Voraussetzung für die wirkungsvolle Neuprogrammierung Ihres Unterbewusstseins ist ein Zustand der Entspannung. Einige Techniken finden Sie hier